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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Canisius: Stefanie Schnizer folgt auf Markus Hirsch

Foto: Brenner

„Gekämpft wie ein Löwe“, „Förderer und Forderer“, „nahbarer Chef“ – nach 30 Jahren als Leiter der Canisius-​Beratungsstellen übergibt der feierlich verabschiedete Markus Hirsch an seine langjährige Kollegin Stefanie Schnizer.

Dienstag, 23. Mai 2023
Thorsten Vaas
1 Minute 59 Sekunden Lesedauer

Um die 50 geladene Gäste waren in den Canisius-​Beratungsstellen in der Heugenstraße 1 erschienen, von denen einige ans Rednerpult schritten. „Wir sind traurig, weil wir eine echte Institution im Ostalbkreis verabschieden müssen“, sagte die Kreis-​Sozialdezernentin Julia Urtel. Seit ihrem Amtsantritt vor vier Jahren habe sie wahnsinnig viel von ihm über Kinder– und Jugendhilfe gelernt. „Für Markus Hirsch ist immer im Vordergrund gestanden, was das Beste für die Kinder und Jugendlichen ist.“ Dafür habe er oft gekämpft wie ein Löwe.
„Wir sind außerordentlich froh, dass wir dieses Angebot in Gmünd haben“, sagte Sozialbürgermeister Christian Baron. Überdies seien die 1986 eröffneten Beratungsstellen möglicherweise noch nie so wichtig gewesen wie heute angesichts der einschneidenden Auswirkungen der Krise für die Kinder und Jugendlichen in den vergangenen drei Jahren. „Das lässt uns nicht kalt.“ Um dem entgegenzuwirken, bedürfe es eines gesellschaftlichen Kraftakts, und: „Sie sind an der vordersten Front tätig.“ Er habe Markus Hirsch in dessen Funktion als Stadtrat als feinen Kollegen kennengelernt, sagte Baron. „Die Beratungsstellen tragen seine Handschrift.“
Dr. Hubert Lakner erinnerte als Vertreter der Gmünder Kinder– und Jugendärzte an die Situation im Jahr 1988, als er sich in Gmünd niederließ: „Es gab weder Kinderpsychologen noch Kinder– und Jugendpsychiater.“ Seit 1993 habe Markus Hirsch, seines Zeichens Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, die interdisziplinäre Frühförderung ausgebaut, wie es sie seiner Ansicht nach nicht nochmal gebe in Baden-​Württemberg.
Nach Thomas Seitzers (Heilpädagoge in den Beratungsstellen) gelungenem E-​Piano-​Intermezzo stand Detlev Wiesinger, Mitglied der Geschäftsführung der Franz von Assisi Gesellschaft (FvA) am Pult. Wiesinger zollte seinem langjährigen Weggefährten Markus Hirsch Respekt für dessen Doppelaufgabe. Zum einen als Leiter der Beratungsstellen und eben zu 50 Prozent stets auch als Berater in selbigen. Dabei sei Hirsch immer zwei Grundsätzen der Franz von Assisi Gesellschaft gefolgt: „Wir tanzen aus der Reihe“ und: „lieber Vielfalt statt Einfalt“.
Der neue FvA-​Geschäftsführer Bodo Wiedenhöfer führte durchs Programm und unterstrich, dass die guten Kontakte innerhalb der Stadt und des Landkreises auch weiterhin von großer Bedeutung blieben.
„Es war der bestmögliche Job, den ich haben konnte“, blickte Markus Hirsch zurück. „Die Menschen, die zu uns kommen, erleben uns nicht nur als Experten. Wir machen uns vielmehr gemeinsam auf den Weg, um Lösungen zu finden.“ Den größten Anteil daran hätten die Ratsuchenden selbst. Froh sei er, dass Stefanie Schnizer nun die Aufgabe der Einrichtungsleitung übernehme. Auch sie ist Diplom-​Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin und wird auch weiterhin beraten. Sie war überdies als Fachdienst in der Jugendhilfe tätig und ist fast so lange wie Markus Hirsch bei der Franz von Assisi Gesellschaft: seit 27 Jahren. „Sie ist fachlich super kompetent und sie sorgt für Kontinuität und Verlässlichkeit“, so Hirsch. Die neue Einrichtungsleiterin Stefanie Schnizer stellte Hirsch sichtlich gerührt als Forderer und Förderer sowie als nahbaren Chef heraus.

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