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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

220-​Euro-​Knöllchen in Gmünd: Legitim oder Abzocke?

Foto: bri

Eine Gmünderin bekommt eine saftige Rechnung von der Inkasso-​Firma Control & Collect. Ob die Fahrerin ihren Wagen in der Ledergasse in Schwäbisch Gmünd verließ und damit parkte, oder ob sie bloß hielt, ist allerdings ebenso unklar wie die juristische Durchsetzbarkeit der Zahlungsaufforderung.

Freitag, 12. Januar 2024
Benjamin Richter
1 Minute 26 Sekunden Lesedauer

Es ist der Albtraum jedes Autofahrers: Für einen Verstoß, den man zur Zeit des Geschehens gar nicht als solchen wahrnahm, flattert Monate später ein Schreiben mit Bußgeldforderung in den Briefkasten.
So passiert ist das im Fall einer Gmünderin, die nach eigenen Angaben am 3. August des verstrichenen Jahres wenige Minuten lang auf den Stellplätzen hinterm Fotogeschäft Schweizer in der Ledergasse hielt.
Im Gespräch mit der RZ gibt sie an, im Auto geblieben zu sein, während ihr Mann in der Bank nebenan Geld abhob. Im Herbst kam dann Post von der Control & Collect AG, die fürs unerlaubte Parken auf dem Privatparkplatz 141,40 Euro verlangte und die zu zahlende Summe kurz vor dem Jahreswechsel sogar auf 220 Euro erhöhte.
Auf ihrer Internetseite wirbt die von der Firma betriebene App Park & Collect damit, „allen anderen Parkraumüberwachungsdiensten überlegen“ zu sein. „Parkplatz anlegen, Falschparker fotografieren – fertig!“, lautet die griffige Formel.
Ein Mitarbeiter von Foto Schweizer bestätigt auf Anfrage, dass das Geschäft die Parkflächen hinterm Haus an Park & Collect vermietet habe. „Wir haben hier schon seit mehreren Jahren Problemen mit Falschparkern“, begründet er.
Nach Jahren, in denen man das Gespräch mit den Autofahrern gesucht und sie – ohne Erfolg – um mehr Rücksicht gebeten habe, habe man diese Lösung gewählt, um sicherzustellen, dass für Kunden freier Parkraum verfügbar sei.
Fänden Falschparker hinterm Wischerblatt einen Zettel von Park & Collect, zahlten sie keineswegs bereits das Entgelt von 50 Euro: Wer sich binnen zweier Tage im Geschäft melde, mit dem einige man sich im Regelfall auf einen Betrag, die die Bearbeitungsgebühr von zehn Euro nicht übersteige.

Wie es im Fall der betroffenen Gmünderin dennoch zu einer dreistelligen Forderungssumme kam und wie wasserdicht das Vorgehen von Park & Collect nach rechtlicher Einschätzung des ADAC ist, lesen Sie am Freitag in der Rems-​Zeitung. Die vollständige Ausgabe ist auch digital erhältlich, im iKiosk.

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