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Mit dem Ostalbwanderer zu „Schättere“ und Kocherburg

Fotos: Markus Weber /​Ostalb​wan​derer​.de

Was dem Gmünder sein „Klepperle“, war für Aalen die Härtsfeldbahn, „Schättere“ genannt. Die Schmalspurbahn fuhr bis 1972 von Aalen über Neresheim, insgesamt 55,5 Kilometer, nach Dillingen an der Donau. Der Albaufstieg ist der spektakulärste Teil der stillgelegten Strecke — und bietet sich heutzutage ausgezeichnet für eine Wanderung an.

Samstag, 13. Januar 2024
Benjamin Richter
1 Minute 10 Sekunden Lesedauer

Wir starten am Häselbachstadion in Unterkochen und steigen den Berg hinauf. Bevor es zur Bahntrasse geht, besuchen wir ein älteres Gebäude: die Kocherburg.

Der Sitz derer von Kochen war einst eine stattliche Burg. An ihrer Stelle ließ der Ellwanger Fürstprobst im 17. Jahrhundert ein Schloss erbauen, das jedoch bereits 1645, im Dreißigjährigen Krieg, von den Schweden niedergebrannt wurde. 1913 initiierte der Papierfabrikant und Albvereinsvorsitzende Adolf Palm eine Sicherung der Grundmauern.

Nach der Schlossbesichtigung steigen wir weiter hinauf zum Hohlen Stein, wo man um diese Jahreszeit eine schöne Sicht hinab ins Tal genießen kann. Von hier geht es auf der Hochebene an der Traufkante entlang. Vorbei an einer Infotafel zu den mächtigen Wallanlagen, die in Zeiten der Kocherburg die ganze Hochebene schützten, stoßen wir auf die Trasse der Schättere.

Bevor wir ihr folgen, steigen wir aber zuerst ein kleines Stück in das Tal hinab, wo wir auf die Quelle des Weißen Kochers stoßen. Es ist immer wieder ein faszinierendes Schauspiel zu sehen, wie das Wasser einfach aus dem Boden quillt und ein Bächlein bildet, gerade jetzt, wenn die Quellen nach langen Niederschlägen viel Wasser schütten.

Kurz vor Ende der Tour taucht das Unterkochener Viadukt auf. Die gewaltige, 85 Meter lange Steinbrücke hat vier Bögen mit einer lichten Spannweite von 15 Metern und führt in 27 Metern Höhe über das Seitental des Weißen Kochers.

Weitere Informationen, Tipps und Fotos gibt es auf ostalb​wan​derer​.de.

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