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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Klinik-​Neubau: Gemeinderat Aalen gegen Essingen

Foto: tv

Das Ostalb-​Klinikum soll zum Zentralklinikum ausgebaut werden. Der Aalener Gemeinderat hat sich am Donnerstag für die Kombi-​Lösung und damit gegen einen Neubau bei Essingen ausgesprochen. Zudem gibt es neue Zahlen. Sie unterbieten den Landkreis.

Donnerstag, 25. Januar 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 21 Sekunden Lesedauer

„Ökonomisch, ökologisch, logisch, genial“ und die am schnellsten umsetzbare Lösung: So beurteilten die Aalener Stadträte fraktionsübergreifend die Erweiterung des bestehenden Ostalb-​Klinikums im „Kälblesrain“ zum Zentralklinikum. Als Grundlage der Diskussion beriefen sich die Räte vor allem auf eine neue Kostenschätzung des Architektenbüros Isin. Ein Um– und Neubau des Aalener Ostalb-​Klinikums zum Zentralkrankenhaus mit rund 600 Betten und deutlich weniger Parkplätzen würde nach Ansicht der Planer knapp 370 Millionen Euro kosten. Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting und Aalens Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle lobten die neue Lösung als „passendes und kluges Konzept“, das man nun dem Kreistag vorschlagen will. Brütting sagte, man brauche im Ostalbkreis keine weitere Klinik. Einstimmig hatte sich der Aalener Gemeinderat zudem einem Antrag der SPD-​Fraktion angeschlossen. Er hat das Ziel, die Kinderklinik in Aalen und in Mutlangen und eine „möglichst optimale medizinische Versorgung der Kinder und Jugendlichen im Ostalbkreis“ zu erhalten.
Mit 370 Millionen Euro scheint die Kombi-​Lösung fast halb so teuer zu sein wie ein Neubau auf der grünen Wiese bei Essingen. Dort würde eine 610 Betten großen Klinik zwischen 600 und 650 Millionen Euro, fand die Endera-​Managementberatung für den Ostalbkreis heraus. Wie sich die Baukosten zusammensetzen, soll nun im Verwaltungsrat der Kliniken am 26. Februar vorgestellt werden. Dann ist auch ein direkter Vergleich von Kombi-​Lösung und Neubau möglich.
Widerstand gegen die Kombi-​Lösung kommt vor allem aus dem Gmünder Raum und dem Rettungsdienst. Es geht um Fahrtzeiten in die Klinik. „Wenn wir den Regionalversorger (Zentralklinikum, Anm. d. Red) nicht in einigermaßen vernünftiger Zeit erreichen können – und das ist am bisherigen Standort des jetzigen Ostalb-​Klinikums meines Erachtens so –, benötigen wir aus rettungsdienstlicher Sicht in Mutlangen eine Klinikstruktur mit vollausgestatteter Notaufnahme und allem, was eben dahinter sein muss“, sagt Rettungsdienstleiter Tobias Gerhardts vom DRK-​Kreisverband Schwäbisch Gmünd.

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