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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünd: Heizung raus oder auf Wärmenetz warten? Flyer soll aufklären

Foto: bri

Mit der Vorberatung im Klima– und Umweltausschuss hat die Wärmeplanung der Stadt Schwäbisch Gmünd die vorletzte Hürde vor dem Versand nach Stuttgart genommen. Für viele Hausbesitzer wird unterdessen noch nicht die Ratssitzung am 7. Februar, sondern erst eine vom Rathaus angepriesenen Broschüre Klarheit bringen, ob sich für sie das Warten auf ein Wärmenetz lohnt.

Mittwoch, 31. Januar 2024
Benjamin Richter
1 Minute 24 Sekunden Lesedauer

Dass im Vorfeld die Erwartung geweckt worden sei, dass die kommunale Wärmeplanung bereits alle Wärmenetze auf Gmünder Gemarkung voll durchgeplant beinhalte, davon zeigte sich Stadtwerke-​Chef Peter Ernst in der Sitzung am Mittwoch enttäuscht.
Die gesetzlich vorgeschriebene Planung sei vielmehr als „Speisekarte“ zu verstehen, bei deren Lektüre der „Appetit komme“. Diesen wollen Stadt und Stadtwerke bei möglichst vielen Gmünderinnen und Gmündern wecken. Denn klar sei: „Je mehr mitmachen, umso günstiger wird es für alle. Das Wärmenetz funktioniert nach dem Solidarprinzip“, sagte Ernst.
Oberbürgermeister Richard Arnold nannte Koch und Kellner: „Wir brauchen Fördergeld, damit es wirtschaftlich wird“, stellte er klar, dass ohne Mittel aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) nicht einmal das Netz in Bettringen-​Ost angegangen werden könne, für das mit der Industrieabwärme vom Gügling bereits eine üppige Energiequelle vorliegt und das das Rathaus daher gern als Erstes in die Wege leiten will.

Wann könnte es wo losgehen?
Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt für die allermeisten Einwohner von Gmünd und Ortsteilen weiterhin keine Sicherheit, ob in ihrem Quartier in den nächsten 20 bis 30 Jahren ein Wärmenetz gebaut wird oder nicht.
Ein Ende hat das Warten nur für die Menschen in Waldau, Herdtlinsweiler, Metlangen, Reitprechts, Schönbronn, Radelstetten und Sachsenhof: Für diese Weiler gab es nun von der Verwaltung die klare Aussage, dass Wärmenetze dort niemals wirtschaftlich betrieben werden könnten und deshalb auch in Zukunft nur eine Einzelversorgung infrage kommt.

In welchen Stadtteilen und Quartieren die Stadtverwaltung mit der konkreten Planung von Wärmenetzen beginnen will und was es mit der angekündigten Broschüre auf sich hat, erfahren Sie am Donnerstag in der Rems-​Zeitung. Mit dem Thema befasst sich auch ein aktueller Kommentar. Die ganze Ausgabe gibt es auch digital im iKiosk.

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