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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünd setzt bei Wärmeplan Prioritäten falsch

Foto: tv

Der Wärmeplan ist ein theoretisches Konstrukt ohne praktischen Nutzen. Denn in Schwäbisch Gmünd werden Prioritäten falsch gesetzt.

Mittwoch, 31. Januar 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 9 Sekunden Lesedauer

Es mangelt an Ehrlichkeit. Man kann es an einem Beispiel verdeutlichen. Wer sich heute eine Gasheizung ins Haus kauft, oder sie sanieren will, wird das in einigen Jahren teuer bezahlen. Denn Lobbyisten aus der Heizungsbrache versprechen ein falsches Bild von günstiger Energie. Sie sagen: Heizungen lassen sich für schmales Geld auf Wasserstoff umrüsten. Was sie nicht sagen: Wasserstoff für Gebäudewärme ist der nachweislich schlechteste und unwirtschaftlichste Anwendungsfall. Denn auch Wasserstoff ist knapp und damit teuer. Über die finanziellen Folgen für Bürgerinnen und Bürger spricht allerdings niemand. Branchenvertreter dürfen in Schwäbisch Gmünd Halbinformationen verbreiten. Bei einer Veranstaltungen, die die Stadtverwaltung selbst organisiert.
Warum sie das macht? Da auf dem Gügling ein Elektrolyseur gebaut wird, der Wasserstoff produziert, beziehungsweise: produzieren soll. Man muss Bürgerinnen und Bürgern klar und deutlich über die Konsequenzen und Folgekosten informieren. Und vor allen Dingen muss man sagen, was passiert, wenn eine Wärmeplanung auf der Abwärme des Elektrolyseurs aufgebaut wird, der nur Abwärme produzieren kann, wenn Wasserstoff produziert. Denn momentan sieht es so aus: Für den Wasserstoff vom Gügling gibt es keine Abnehmer, für den nahegelegenen Technologiepark fehlen Investoren. Auch das ist klar. Unternehmen wissen sehr genau über die Kosten von Wasserstoff Bescheid, sie werden sehr genau überlegen, ob sie sich auf dem Aspenfeld niederlassen. Und was passiert in Gmünd? Es werden Prioritäten falsch gesetzt. Statt ehrlicher Information wird auf dem Gügling eine Tankstelle für Wasserstoff gebaut, damit Laster dort tanken können, die es gar nicht gibt.

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