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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Reportage: Wo Archimedes heute forschen würde

Fotos: fg

Der griechische Wissenschaftler Archimedes befasste sich bereits im dritten vorchristlichen Jahrhundert mit dem spezifischen Gewicht des Goldes. Seine Nachkommen im Geiste sind in Schwäbisch Gmünd tätig – am Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie, kurz fem.

Sonntag, 07. Januar 2024
Franz Graser
1 Minute 3 Sekunden Lesedauer

Vor 102 Jahren ist das fem in Schwäbisch Gmünd gegründet worden. Damals stand die Prüfung von Metallen im Mittelpunkt. Heute befasst sich das Institut mit einer Vielzahl von Themen, die zahlreiche Berührungspunkte mit dem Klimaschutz haben.

Ein Beispiel dafür ist die Batterietechnik. Denn bei einer Batterie, so Institutsleiter Professor Holger Kaßner, macht das Material für die Kathoden und Anoden, also den Plus– und Minuspol, rund 60 Prozent der Gesamtkosten aus. „Wenn Sie es schaffen, das zu reduzieren, hätten Sie konkurrenzfähige Systeme zu einem vertretbaren Preis“, erklärt der Institutsleiter. Das Ziel lautet also, den Anteil teurer Edelmetalle zu verringern. Ein weiteres Feld ist die Entwicklung der Post-​Lithium-​Batterietechnik.

Akkus nutzen in der Regel die Lithium-​Ionen-​Technik. Am fem wird unter anderem daran gearbeitet, Stoffe zu erproben, die das Alkalimetall Lithium und das oft unter menschenunwürdigen Bedingungen geförderte Kobalt ersetzen können. Die Frage laute also: „Wie können wir die Anwenderfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit von Lithium-​Ionen-​Akkus mit anderen Materialien erreichen?“ Eine vielversprechende Lösung könnte die Kombination von Kalzium und Schwefel sein, sagt Professor Kaßner. Diese Stoffe seien gut verfügbar und auch in Europa förderbar. So könne man von Lithium-​Vorkommen in der Dritten Welt unabhängiger werden.

Mit welchen weiteren Themen sich das Forschungsinstitut beschäftigt, erfahren Sie in der Wochenendbeilage der Rems-​Zeitung.

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