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Arbeitsmarkt in Ostwürttemberg robust

Screenshot: RZ

Das Jahr 2024 startete mit einem leichten Dämpfer auf dem Arbeitsmarkt. Dennoch steht die Region gut da. Die Arbeitslosenquote ist im Bezirk der Arbeitsagentur Aalen geringer als im Land Baden-​Württemberg.

Montag, 12. Februar 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 43 Sekunden Lesedauer

Die Zahl der Arbeitslosen nahm gegenüber Dezember um 673 auf 10.039 Personen zu. Die 10.000er-Marke wurde zuletzt im August 2023 überschritten. Die Arbeitslosenquote lag mit aktuell 3,9 Prozent über dem Niveau des Vormonats (3,7 Prozent). „Beim Jahreswechsel 2022 auf 2023 hatten wir mit 675 Personen einen nahezu identischen Zuwachs an Arbeitslosen – allerdings hatten wir im Vorjahresvergleich eine geringere Zahl an Arbeitslosen als Ausgangssituation und blieben daher unter der 10.000er-Marke. Das ist uns beim Start in 2024 nicht gelungen“, sagt Claudia Prusik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Aalener Arbeitsagentur.

Verglichen mit der Entwicklung in Baden-​Württemberg steht die Region mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent verhältnismäßig robust da (Baden-​Württemberg: 4,2 Prozent). Dennoch liegt die hiesige Steigerung bei den Arbeitslosen von 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr höher als in Baden-​Württemberg mit 10,2 Prozent Steigerung. Mit Blick auf die Jugendarbeitslosigkeit steigt die Quote um 0,4 auf aktuell 3,1 Prozent in Baden-​Württemberg, während in Ostwürttemberg nur einen Zuwachs von 0,2 auf 2,6 Prozent zu verzeichnen ist. „Klar ist, dass zum Jahresende auch immer befristete Arbeitsverträge auslaufen, dass nicht immer direkt ein Anschlussarbeitsplatz gefunden wird und sich das eben auch in den Zahlen widerspiegelt. Zumindest ist erfreulich, dass der Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr nicht an Dynamik verloren hat“, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsagentur.

„In diesem Monat ist es mir noch ein besonderes Anliegen, auf die Aktionstage im Rahmen des sogenannten Job-​Turbo hinzuweisen“, so Prusik. Gemeinsam mit regionalen Jobcentern und Netzwerkpartnern geht es darum, arbeitssuchende Geflüchtete und regional, wie auch bundesweit rekrutierende Unternehmen zusammenzubringen. Geflüchtete, die den Integrationskurs abgeschlossen haben und Unternehmen haben die Möglichkeit, verschiedene Einstiegs-​, Praktikums– und Qualifizierungsmöglichkeiten hautnah kennenzulernen. Ziel ist, Geflüchtete noch schneller in Arbeit zu bringen. Wer einen Integrationskurs absolviert hat, soll so schnell wie möglich Arbeitserfahrung sammeln und mit dem Ziel der nachhaltigen Integration parallel weiter qualifiziert werden.
In der Agentur für Arbeit Aalen, mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim, werden 4897 Personen betreut. 5142 Personen werden derzeit vom Jobcenter Heidenheim und dem Jobcenter im Ostalbkreis betreut, was einen Anteil von 51,2 Prozent an allen Arbeitslosen ausmacht.
Heidenheim: 3631 Arbeitslose (1705 Frauen, 1926 Männer), 297 Personen oder 8,9 Prozent mehr zum Vormonat. Arbeitslosenquote im Januar: 4,8 Prozent (+0,4 Prozentpunkte)
Ostalbkreis: 6408 Arbeitslose (2943 Frauen, 3465 Männer), 376 Personen oder 6,2 Prozent mehr zum Vormonat. Arbeitslosenquote im Januar: 3,6 Prozent (+0,2 Prozentpunkte)

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