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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Strack-​Zimmermann im RZ-​Interview

Foto: Stoppany

Marie-​Agnes Strack-​Zimmermann (FDP) eckt oft an. Weil sie ihre Meinung sagt. Sie selbst bezeichnet sich deshalb als nervig. Ein Interview mit der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag.

Montag, 12. Februar 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 26 Sekunden Lesedauer

„Ohne Sicherheit wird es keinen Frieden geben“, sagt FDP-​Bundestagsabgeordnete Marie-​Agnes Strack-​Zimmermann. Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine 2022 hat sich ihr Alltag massiv verändert. Ihre Meinung als Verteidigungsexpertin und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses ist gefragt. Talkshow-​Auftritte reihen sich aneinander. Nun war sie zu Gast in Schwäbisch Gmünd bei der Talkreihe „Zur Sache!“, einer Veranstaltung der WWG Autowelt und der GS Gastronomie. Am Ende der Veranstaltung nimmt sie sich Zeit für ein Interview. Sie spricht über Zeit, die weder Deutschland, noch die Ukraine hat.

Im Gespräch mit „Zur Sache!“-Moderator Norbert König sagen Sie, Ihr Beruf sei das Nerven. Was sind Sie eher, Frau Strack-​Zimmermann, eine Nervensäge, oder eine Politikerin?

Eine nervende Politikerin – trifft es wohl ganz gut.

Warum wollen Sie nerven?

Nervig zu sein, gehört nicht zu einer-​Job Beschreibung und ist auch kein Kompliment, aber ich bin der Meinung, dass es angesichts der herausfordernden Zeiten manchmal dann doch erforderlich ist, vor allem, wenn es um den Faktor Zeit geht. Und die Ukraine hat keine Zeit. Und darauf aufmerksam zu machen angesichts dieses grauenvollen russischen Angriffs, macht es eben erforderlich. Deutlich zu werden, empfinde ich als wichtig und nicht als nervig. Aber vermutlich diejenigen, die ich gezielt anspreche und diejenigen, die sich angesprochen fühlen.

Thema Waffenlieferungen an die Ukraine. Da hat sich Deutschland sehr viel Zeit gelassen.

Zu Beginn war das sehr holprig. Inzwischen ist Deutschland humanitär, wirtschaftlich und militärisch der größte Unterstützer in Europa, und das auch qualitativ. Wir verlieren allerdings zu viel Zeit. Und der Zeitfaktor ist von entscheidender Bedeutung, weil Russlands Präsident Wladimir Putin darauf abzielt, dass wir im Westen zu zögerlich sind und in unseren Bemühungen nachlassen. Endlose Debatten darüber, was wir zu liefern bereit sind, wird auch strategisch zu einem Problem, weil Russland die Zeit bekommt, sich auf bestimmte Waffensysteme einzustellen.

Wie kann Deutschland der Ukraine helfen, den Krieg zu beenden? Darum geht es am Montag in der Rems-​Zeitung.

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