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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Baukosten und Zinsen: IHK gründet Expertenkreis

Foto: tv

Die Industrie– und Handelskammer (IHK) Ostwürttemberg hat einen bedeutenden Schritt zur Bewältigung der Herausforderungen im Wohnungsbau und der Immobilienwirtschaft unternommen. Kürzlich wurde der Expertenkreis „Wohnen und Bauen“ ins Leben gerufen.

Samstag, 17. Februar 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 36 Sekunden Lesedauer

Der Expertenkreis setzt sich aus rund 30 Vertretern verschiedener Bereiche zusammen. Ziel ist es, konkrete Arbeitspunkte zu erarbeiten und Positionen gegenüber der Politik zu formulieren. Dabei soll auch der neue Regionalplan für Ostwürttemberg berücksichtigt werden, der derzeit vom Regionalverband entwickelt wird.
Seit Anfang des Jahres 2024 hat die IHK Ostwürttemberg die Federführung für das Thema Wohnungsbau und Immobilienwirtschaft im Rahmen des Baden-​Württembergischen Industrie– und Handelskammertags (BWIHK) übernommen. Diese Entscheidung wurde bereits Ende November 2023 von den BWIHK-​Gremien und der IHK-​Vollversammlung getroffen. Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg, betonte die entscheidende Rolle dieses Themas im Rahmen des Masterplans für die Zukunftsoffensive der Region. Die Position der Referentin für Wohnungsbau & Immobilienwirtschaft wurde zum 1. Januar von Sarah Wörz übernommen.
Der Expertenkreis setzt sich breit zusammen und plant, politische Mandatsträger und Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung zu künftigen Treffen einzuladen, um die Themen mit der kommunalen Familie zu diskutieren. Bei der ersten Sitzung wurden bereits einige wichtige Herausforderungen des aktuellen Wohnungsmarktes identifiziert. Dazu gehören unter anderem verlängerte Vermarktungszeiten für Neubauten, Kostensteigerungen und lange Genehmigungsverfahren, die die Umsetzung von Bauprojekten erschweren. In der Diskussion brachten verschiedene Teilnehmer ihre Perspektiven ein. Ulrich Betzold, Geschäftsführer der Arnulf Betzold GmbH und IHK-​Vizepräsident, machte darauf aufmerksam, dass ein Mangel an Wohnraum potenzielle neue Mitarbeiter davon abhalten könnte, in die Region zu ziehen. Markus Frei, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ostalb, betonte den Rückgang im Baufinanzierungsgeschäft und die Herausforderungen durch steigende Baukosten und ein höheres Zinsniveau.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, darunter mehr zinsverbilligte Darlehen der KfW, höhere Zuschüsse für Sanierungen und eine Eindämmung von Standards und Vorschriften.
Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass ein koordiniertes Vorgehen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Politik und Verwaltung entscheidend sind, um den Wohnungsbau und die Immobilienwirtschaft in Ostwürttemberg voranzubringen. In den kommenden Monaten werden Arbeitsgruppen gebildet, um konkrete Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen.
Die IHK Ostwürttemberg hat bereits Vorarbeiten geleistet, darunter ein Positionspapier auf regionaler Ebene sowie eine Gemeinsame Erklärung zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Region. Die Initiative wird auch auf Landesebene durch regelmäßige Inputs in den Strategiedialog des Landes unterstützt. Für weitere Informationen steht Sarah Wörz unter 07321 324 – 128 zur Verfügung.

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