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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Bündnis Klinikerhalt: Empörung über Analyse aus Aalen

Foto: tv

Auch das Bündnis Klinikerhalt meldet sich am Sonntagnachmittag zu Wort und kommentiert die Aalener Analyse zur Kombi-​Lösung. Die Mitglieder fragen sich: „Wer ist eigentlich Herr des Verfahrens in der Klinikdebatte?“

Sonntag, 18. Februar 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 14 Sekunden Lesedauer

Das Bündnis Klinikerhalt ist empört über das Aalener Vorgehen in der Klinikdebatte. Das teilen die Mitglieder am Sonntag in einer Pressemitteilung mit. Hintergrund ist die Erreichbarkeitsanalyse der Aalener Stadtverwaltung (mehr dazu: Kombi-​Lösung Aalen: Analyse zur Fahrtzeit). Untersucht wurde die Fahrtzeit zur Kombi-​Lösung – dem Aalener Vorschlag in der Klinikdebatte. Das Aalener Rathaus schlägt vor, anstelle eines Neubaus auf der grünen Wiese bei Essingen oder Mögglingen das heutige Ostalb-​Klinikum zum Zentralklinikum um– und auszubauen. Angesichts dessen fragt Bündnismitglied Sebastian Fritz: „Wer ist eigentlich Herr des Verfahrens in der Klinikdebatte? Die Stadt Aalen oder der Ostalbkreis?“ Schließlich säßen im Kreistag Mitglieder der Stadt Aalen. Sie können sich dort in den Diskussionsprozess einbringen. „Dass die Diskussion um den Standort jetzt permanent, quasi von der Seitenlinie, von der Stadt Aalen aus befeuert wird, ist aus Sicht des Bündnisses Klinikerhalt nicht akzeptabel“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Verwundert reagiert das Bündnis darauf, dass in Aalen offensichtlich die sachlich und fundiert vorgetragenen Bedenken der Notfallmediziner, der Ärzteschaft und der Rettungssanitäter ignoriert werden. Nach Ansicht dieser Fachleute sei Aalen als Standort zu weit weg (mehr dazu: Gutachten zur Kombi-​Lösung: Fahrtzeit von Gmünd ein Problem). Eine lange Fahrt aus dem Westen des Kreises könne deshalb Menschenleben in Gefahr bringen.
Ebenfalls irritiert zeigen sich die Bündnismitglieder angesichts des Umfangs des Gutachtens. Dort wurde zwar die Erreichbarkeit mit dem PKW und den Blaulichtfahrzeugen untersucht, die Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln spielte hingegen keine Rolle. Es gebe aber Bürgerinnen und Bürger, die kein Auto haben und auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind. In Essingen ist eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für Besucher durchaus möglich.

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