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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Bauhaus-​Architektur: Ein Stück „Côte d’Azur“ hoch über Gmünd

Fotos: Sammlung Bareis (historische Aufnahmen), gbr (moderne Ansichten)

Mit einer kubischen Architektur verbreitete das Ende der 20er-​Jahre gebaute das Höhencafé „Sonnenhof“ im Hochbergweg das Flair von Badeorten an der französischen Riviera. Nach Umbauten in den 50er-​Jahren erfolgte 1989 der Abbruch.

Montag, 19. Februar 2024
Gerold Bauer
49 Sekunden Lesedauer

Die 20er-​Jahre waren architektonisch geprägt von einer neuen Strömung, die als Keimzelle moderner Architektur gilt. Initiator war Walter Gropius mit seiner 1919 gegründeten Kunstschule: das Bauhaus in Weimar. Als Kontrapunkt zum Historismus und zum Jugendstil dominierten dabei klare kubische Formen, wie man sie nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Siegeszug der Betonbauweise als allgemeinen Trend erneut erlebte. In Gmünd hatte Anton Lang anno 1928/​29 mit dem Höhencafé „Sonnenhof“ – ein Lokal mit mediterranem Flair – ein beeindruckendes Beispiel für diese Art des Bauens geschaffen.
Durch eine Schenkung kam das Café 1950 in den Besitz der Canisius-​Einrichtungen und wurde zu einem Kinderheim umgebaut. Die Nutzung als Kinder– und Jugendeinrichtung ist auf dem weitläufigen Areal (auf halber Höhe zwischen Innenstadt und Hardt) bis heute geblieben.
Leider steht aber das ursprüngliche Gebäude mit seiner markanten Architektur nicht mehr. Die früheren Stadtarchivare Dr. Klaus-​Jürgen Herrmann und Michael Schwarz schreiben in ihrem Buch „Schwäbisch Gmünd, wie es früher war“ von größeren Umbauten in den 50er-​Jahren und dem Abbruch anno 1989.

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