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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Fasnet in Gmünd: Narrenbaum, Guggenmusik, Prunksitzung und Faschingsumzug

Archiv-​Foto: tv

Den Fans der fünften Jahreszeit steht ein Wochenende mit vollem Programm bevor – sowohl in der Gmünder Innenstadt als auch in der närrischen Hochburg Weiler in den Bergen, wo der Bergochs und seine Gefolgschaft gleich doppelt für Begeisterung sorgen werden. In Herlikofen sorgen die „Grabben“ für Stimmung.

Freitag, 02. Februar 2024
Gerold Bauer
2 Minuten 16 Sekunden Lesedauer

Die heuer ziemlich kompakte närrische Saison tritt an diesem Wochenende in die „heiße Phase“ ein. Quasi zum „Aufwärmen“ oder „Vorglühen“ findet am Freitagabend, 2. Februar, der Guggaball mit sechs Ensembles statt, zu dem das älteste Schrägton-​Ensemble im Gmünder Raum – die „Gmendr Gassafetza“ – ab 19 Uhr in den Prediger einladen.
Wer Prunksitzungen toll findet, ist am Freitag ab 20 Uhr in der Bernhardushalle in Weiler in den Bergen richtig. Serviert wird dort ein närrisches Programm mit Musik, Tanz und Show, bevor „Dine & Robi“ für passenden Rhythmen sorgen, damit das Publikum auch selbst tanzen kann.
Am Samstag, 3. Februar, sind alle Kinder um 10.45 Uhr dazu eingeladen, kostümiert zum Bockstorplatz zu kommen und (begleitet von Guggenmusik und dem Hofstaat der Gmender Fasnet) den Narrenbaum durch die Bocksgasse zum Marktplatz zu bringen, wo er vor den Augen eines zahlreichen Publikums von der Feuerwehr mit Muskelkraft in die Senkrechte gedrückt wird. „Einen Baum ohne Wurzeln eingraben – das machen nur Narren!“, erläutert Thomas Krieg als Urgestein der Rudo-​Narrenzunft den Hintergrund dieser in Gmünd seit 1993 gepflegten Tradition.
Nachdem der Baum steht, wird es richtig laut in der Gmünder Innenstadt, weil dann das Internationale Guggenmusiktreffen beginnt, zu dem 20 Guggenkapellen mit rund 800 Musikerinnen und Musikern aus der Schweiz, England und Deutschland ins Mekka der Guggenmusik kommen und dabei für eine wunderbare Klangkulisse sorgen. Um 12.15 Uhr beginnt der offizielle Empfang der Stadt Schwäbisch Gmünd auf der Bühne auf dem Johannisplatz. Auch in der Ledergasse gibt es schon vormittags Auftritte. Ab 18 Uhr dominieren die Guggenkapellen optisch und akustisch den Oberen Marktplatz, den Johannisplatz und in der Ledergasse den Gerberplatz.
Am Samstag schlagen in der Faschingshochburg Herlikofen ab 19.30 Uhr bei der „Grabbensitzung“ Stimmungswogen hoch.
Am Sonntag, 4. Februar, beginnt in der Sporthalle in der Katharinenstraße um 11 Uhr der Guggenmusikfrühschoppen, der sich weit in den Nachmittag hinein erstreckt und bei dem man nochmal alle Kapellen sehen und hören kann.
So richtig Vollgas gibt der Bergochs am Sonntagnachmittag beim Faschingsumzug durch Weiler. Mit etwa 30 teilnehmenden Gruppen ist dieser Gaudiwurm deutlich kleiner als jener große Umzug, der sich am Faschingsdienstag durch die Innenstadt-​Straßen windet. Der Vorteil dabei: Es handelt sich um einen sehr familienfreundlichen Umzug, der vor allem ein Ziel verfolgt: Leute aus allen Generationen sollen sich gut unterhalten und am Ende sagen: „Schee, dass m’r en Weiler waret!“
27 Jahre lang hat Wolfgang Marton den Umzug in Weiler organisiert, inzwischen hat er zwar den Stab an Benedikt Feifel weiter gereicht, ist aber immer noch Mitglied des Orga-​Teams und kümmert sich nicht zuletzt um die Formalitäten bei der Genehmigung dieser Veranstaltung, die sich ja weitgehend im öffentlichen Raum abspielt. Rund 100 Leute sind in den verschiedensten Funktionen aktiv, damit die Zuschauerinnen und Zuschauer ab 13.45 Uhr am Straßenrand und zum Ausklang in der Bernhardushalle ein buntes Spektakel genießen können. Dabei spielt das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle. „Wir in Weiler waren schon vor langer Zeit Vorreiter im Hinblick darauf, dass beim Umzug keine hochprozentigen Getränke verkauft werden“, unterstreicht Marton.

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