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Künstliche Intelligenz in der Justiz

Symbol-​Foto: Pixabay/​succo

Künstliche Intelligenz verspricht, auch den Staat effizienter zu machen. Wo aber liegen die Grenzen im Gemeinwesen?

Donnerstag, 22. Februar 2024
Sarah Fleischer
50 Sekunden Lesedauer

Auf dem Schreibtisch von Richter H. ist ein neuer Schriftsatz gelandet. Doch statt einen dicken Ordner aufzu– schlagen, leuchtet im elektronischen Aktensystem des Richters ein Hinweis auf: Die Klage passt zu vielen ähnlichen Fällen, in denen H. schon früher geurteilt hat. Ein Fluggast will Geld für eine Verspätung. Datum, Flugnummer –die wichtigen Informationen sucht eine Künstliche Intelligenz (KI) aus den vielen Seiten heraus. Weil H. die KI mit seinen eigenen Beispielen angelernt hat, kann sie sogar helfen, eine Entscheidungsvorlage auszufüllen – und zeigen, wo sich der Fall vom Muster unterscheidet. Das Beispiel, das vom niedersächsi– schen Justizministerium stammt, beschreibt nicht etwa eine ferne Zukunft, sondern einen sehr realen KI-​Assistenten, der bereits an mehreren Gerichten in Niedersachsen getestet wird. Im Fokus stehen vor allem Routinefälle und Massenverfahren.
Maschinelle Hilfe sollte auch die Justiz nutzen, meint Anke Morsch, Präsidentin des saarländischen Finanzge–
richts. Nicht nur zur Entlastung, sondern auch, um damit den Zugang zum Recht zu vereinfachen.

Wie man es in Baden-​Württemberg mit Künstlicher Intelligenz in der Justiz hält und welche Nachteile die Anwendung auch haben kann, steht am Donnerstag auf der Wissens-​Seite in der Rems-​Zeitung.

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