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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünd: Welche Zukunft hat das Stauferklinikum?

Foto: tv

Am Montag beschäftigt sich der Verwaltungsrat der Kliniken Ostalb mit der Standortfrage für das neue Zentralklinikum. Alles deutet auf Essingen hin. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie geht es mit dem Stauferklinikum weiter? Ein Interview mit Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold.

Sonntag, 25. Februar 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 42 Sekunden Lesedauer

Ein Klinik-​Neubau bei Essingen bietet für die meisten Menschen im Ostalbkreis die beste Erreichbarkeit. Besser als die Kombi-​Lösung in Aalen. Zu diesem Ergebnis kommt das Gutachten der Endera-​Gruppe. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold ist erleichtert. Und fühlt sich in seinen Argumenten bestätigt. Nun beschäftigt ihn jedoch, wie es am Stauferklinikum weitergeht.

Am Montag geht es im Verwaltungsrat der Kliniken um den künftigen Standort des Zentralklinikums. Was erwarten Sie sich denn von dieser Sitzung?
Nach dem neuen Gutachten der Endera-​Gruppe erwarte ich mir schon, dass die Entscheidung auf den Standort Essingen und einen Neubau zuläuft. Das ist für uns ein guter Kompromiss. Uns auf eine gemeinsame Lösung mit einem Regionalversorger hinzubewegen, war für die Raumschaft Schwäbisch Gmünd keine Selbstverständlichkeit, sondern ein großer Schritt. Weil wir ein gutes Stauferklinikum mit viel Potenzial haben. Ein neues Klinikum in Essingen ist ein Kompromiss für den ganzen Ostalbkreis. Denn die Gutachten bestätigen, dass die größte Anzahl von Bürgerinnen und Bürger im Kreis – nämlich 88 Prozent – diesen Regionalversorger innerhalb von 30 Minuten erreichen. Nun gilt es, die zwölf Prozent auch gut medizinisch zu versorgen. Darüber müssen wir sprechen.

Auch Sie waren anfangs gegen das, was nun beschlossen wird. Sie machten sich ursprünglich für die Variante mit zwei gleichwertigen Kliniken in Mutlangen und Ellwangen stark. Nun stehen Sie hinter dem Zentralklinikum in Essingen. Wie kam es zu diesem Wandel?
Ja, natürlich. Der Ostalbkreis ist einer der größten Flächenkreise in Baden Württemberg mit 320.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Er teilt sich in einen Ost– und in einen Westflügel. Deshalb lag auch die Lösung mit zwei Klinikstandorten nahe. Darüber haben wir uns ausgetauscht und Fachleute befragt, die uns jedoch zu einem Zentralklinikum geraten haben. Warum? Weil in Zukunft Ressourcen eine noch größere Rolle spielen werden. Personelle Ressourcen vor allem, die Medizintechnik, die strategische Ausrichtung. Schließlich ging es auch um Energie und Finanzen. So hat die Lösung Zentralklinikum immer mehr Form angenommen. Damit konnten wir uns anfreunden. Wir leben in einer Demokratie, in der man Kompromisse eingehen muss. Wir haben diesem Vorschlag zugestimmt, weil er auf die Einheit des Kreises abzielt. Nicht auf die Spaltung.

Unabhängig von der Standortfrage: Wie geht es weiter mit dem Stauferklinikum? Die Antwort darauf lesen Sie am Montag in der Rems-​Zeitung.

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