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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gemeinderat Gmünd und Mutlangen: Beratung über Stauferklinik-​Zukunft

Foto: tv

In einer gemeinsamen Sitzung des Gemeinderats Schwäbisch Gmünd und Mutlangen geht es am Mittwoch, 13. März, um mögliche Zukunftsperspektiven für das Stauferklinikum. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Mutlanger Forum.

Dienstag, 12. März 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 45 Sekunden Lesedauer

Nachdem sich der Kreistag Anfang März für den Neubau eines Zentralklinikums bei Essingen ausgesprochen hat, geht es nun um ein medizinisches Konzept und die Fragen, welche Abteilungen an welchen Standorten bleiben. Klar ist: Ein Großteil der medizinischen Departements wird in Essingen gebündelt, einerseits, um Doppelstrukturen und damit Kosten sowie Personal zu sparen, andererseits soll dadurch die Qualität der Behandlung erhöht werden. Gleichzeitig muss man sich die Frage stellen: Wie kann es für das Stauferklinikum und die Ellwanger St. Anna-​Virngrundklinik weitergehen? Diese beiden Kliniken werden zu sogenannten Level-​1-​Krankenhäusern, in Mutlangen mit, in Ellwangen ohne Notfallversorgung. „Wir müssen in diesem Zusammenhang die Rolle des Stauferklinikums definieren, was hier gemacht werden kann“, sagte Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold Ende Februar im Interview mit der Rems-​Zeitung. Die Klinik in Mutlangen habe große Kompetenzen, nicht nur in der Onkologie, sondern auch in der Kindermedizin. Es solle in der Sitzung am 13. März um die Stärken von Mutlangen gehen und wie diese dazu beitragen können, dass die Gesundheitsversorgung insgesamt im Ostalbkreis noch besser wird.

Das Stauferklinikum gilt mit seiner Notfallversorgung dann als Level-​1n-​Klinik. Was eine solche Klinik leisten kann und muss, hat die Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung in Deutschland empfohlen: „Eine Basisbehandlung Innere Medizin und Chirurgie und nach lokalem Umfeld weitere Fachgruppen mit Sicherstellung der Basis-​Notfallversorgung“. Hinzu kommen mindestens sechs täglich betreibbare Intensivbetten. Die Inhalte der Notfallversorgung sollen sich der Kommission zufolge an der Definition des Gemeinsamen Bundesausschusses (GB-​A) orientieren. Hierzu zählen:

# ein Facharzt/​eine Fachärztin der Inneren Medizin, Chirurgie und Anästhesie ist innerhalb von maximal 30 Minuten am Patienten verfügbar
# Zentrale Notaufnahme unter anderem mit Einschätzung der Behandlungspriorität spätestens zehn Minuten nach Eintreffen des Patienten
# Intensivstation mit sechs Betten, drei davon mit Beatmungsmöglichkeit
Schockraum
# 24-​stündige Verfügbarkeit von Computertomographie
# Möglichkeit der Weiterverlegung auch auf dem Luftweg


Die Regierungskommission lässt zudem Spielraum, eine solche Level-​1n-​Klinik um weitere Leistungen mit Basisbehandlung zu ergänzen. Aufgeführt werden dabei:

# Gynäkologie, Geburten, Neugeborene
# Augenheilkunde
# Haut– und Geschlechtskrankheiten
# Hals-​Nasen-​Ohrenheilkunde
# Urologie
# Geriatrie
# Palliativmedizin


Onkologie hingegen wird in dem Dokument erst ab einem Level-​II-​Krankenhaus erwähnt, ebenso scheint Kinder– und Jugendmedizin erst ab diesem Level möglich zu sein. Das neue Zentralklinikum bei Essingen wird laut Schema zu einem nicht-​universitären Level-​III-​Krankenhaus mit umfassender Notfallmedizin, einer Vielzahl weiterer Leistungsgruppen, darunter Onkologie, Stroke Unit und 40 Intensivbetten (mindestens jeweils 20 Low care und High care).

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