Schauort Hohenstaufen: Der Gipfel für Poeten und Historiker

Ostalb

Fotos: hs

Der Berg und die Ortschaft Hohenstaufen stehen symbolisch für die stolze Geschichte des Stauferlandes. Dort stand die Stammburg des Staufergeschlechts, der wohl berühmtesten Dynastie im mittelalterlichen Europa. Auf dem Berg sowie in einem Dokumentationsraum im Göppinger Stadtteil Hohenstaufen können Interessierte dieser Vergangenheit nachspüren. Um den Hohenstaufen ranken sich aber auch uralte Sagen.

Sonntag, 03. März 2024
Franz Graser
77 Sekunden Lesedauer

Zu allen Jahreszeiten ist der Bergkegel im Stauferland eine historisch ausstrahlende Erscheinung. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zu den rund 120 Kilometer entfernten Alpen. Ein Berg auch für Poeten: Die Welt mit all ihren Alltagsanforderungen und Problemen wird mit Weit– und Rückblick auf Landschaft und Historie klitzeklein.
Mancher verzauberte Bergwanderer beginnt neben der verbrieften Historie auch an sagenhafte Geschichten zu glauben. Die spielen sich, folgt man den uralten Erzählungen, am Hohenstaufen und an den benachbarten Kaiserbergen Hohenrechberg und Stuifen reichlich ab. Bei Gewitter sollen rätselhafte Lichterscheinungen von Gipfel zu Gipfel der Kaiserberge wandern. Spukgestalten von alten Rittersleuten klopfen angeblich gegen Mitternacht an Türen, um den Hausbewohnern Unglück anzukündigen. Und auch das: Der Hohenstaufen soll kein natürliches Gebilde sein, sondern eine künstlich aufgeschichtete Pyramide mit esoterischer Kraft.
Es gab in den letzten 200 Jahren immer wieder Überlegungen, die Stammburg der Staufer als Nationalheiligtum wieder aufzubauen. Doch scheint die Natur und die Ruinenlandschaft auf die Besucher eine weitaus stärkere Faszination auszuüben. Wer wissen will, wie es wohl früher ausgesehen hat, kann sich angesichts von Funden, alten Gemälden, Skulpturen, Ritterrüstungen und Rekonstruktionen im Dokumentationszentrum im Ort Hohenstaufen und gleich neben der spätmittelalterlichen Barbarossakirche schlau machen. Die Öffnungszeiten sind vom 15. März bis 15. November Dienstag bis Sonntag von 10 – 12 Uhr und 13 – 17 Uhr. Der Eintritt in das kleine Staufer-​Museum ist kostenlos, ebenso ist die Burgruine frei zugänglich.

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