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Pfarrer Rainer Kaupp: „Nicht müde werden“

Symbol-​Foto: gbr

Tod und Leid durch Krieg und Terror weltweit – ob in der Ukraine und Russland oder in Gaza oder Israel – diese schmerzvollen und menschenverachtenden Nachrichten prägen unsere Zeit. Wie hilft uns dabei die Botschaft von Ostern? Antworten auf diese Frage gibt der geschäftsführende Pfarrer im evangelischen Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd, Rainer Kaupp, in seinen Ostergedanken:

Sonntag, 31. März 2024
Gerold Bauer
1 Minute 19 Sekunden Lesedauer

Beim anstehenden Osterfest hören wir wieder die Worte des Wochenspruchs aus der Offenbarung: „Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“. Das mit dem „Unsichtbarmachen“ und „Zum-​Schweigen-​Bringen“ hat nicht geklappt. Jesus lebt. Auch heute noch! In den Gedanken und Herzen vieler Menschen wirkt er weiter bis zum heutigen Tag und darüber hinaus. Schenkt Trost. Weckt Hoffnung. Macht Mut. Verleiht Kraft, oft auch Widerstandskraft. Und lässt auch in hoffnungslosen Situationen Vertrauen und Liebe wachsen. Darum bekennen bis heute Menschen überall auf der Welt: Jesus lebt und verändert die Welt – auch heute noch!
In einem kleinen Gedicht von Hilde Domin (1909 – 2006) heißt es: „Nicht müde werden, sondern dem Wunder, leise wie einem Vogel, die Hand hinhalten.“ Das möchte ich versuchen: Geduld zu haben und Wunder für möglich zu halten! Natürlich weiß ich dabei: dass nicht jeder Wunsch erfüllt, nicht jeder Konflikt gelöst, auch nicht jede Krankheit geheilt wird, nur weil wir beten. Doch jeden Tag werden Gebete erhört, wird Leid gelindert, werden Wunden geheilt. Jeden Tag lassen sich trotzdem Spuren der Hoffnung auf unserer Erde entdecken.
Und Jesus? Er sagte: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Johannes 14,19) Aber was kommt danach? Genau wissen wir das nicht. Nur eines ist klar: Unser irdisches Leben wird zu Ende gehen. Irgendwann werden wir vor dieser Mauer stehen, die wir Tod nennen. Wir Lebenden können nicht über diese Mauer schauen. Aber Jesus kann es. Er vertraut auf Gott und weiß: Es gibt kein Ende. Nur Verwandlung.“

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