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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Theater in Gmünd: Jane Austen auf Brausepulver

Foto: astavi

Mit „Stolz und Vorurteil*oder so“ hat das Landestheater Tübingen einen Theaterabend auf die Bühne des Stadtgartens gebracht, der sich als formidabler, unterhaltsamer Klamauk mit etwas Tiefgang entpuppte.

Mittwoch, 06. März 2024
Jürgen Widmer
48 Sekunden Lesedauer

Brausebonbons sind prima. Sie sind bunt, prickeln, machen zufrieden, aber am Ende nicht so ganz satt. Dennoch ist nichts gegen Brausebonbons einzuwenden.
Dem Prinzip „Brausebonbon“ ist auch der fröhliche Bühnenklamauk verbunden, der eine groteske Adaption von Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ ist. Schrill sind die Figuren, teilweise rotzig der Text. Dazu kommen Gassenhauer der Popmusik, bevorzugt aus den 80er– und 90ern, die angeblich die verdrängten Emotionen der Figuren entlarven sollen, aber letztendlich eher als Gute-​Laune-​Programm funktionieren.
Wer sich einmal durch Austens Wälzer um die schwierigen Liebeshändel der Schwestern Bennet, von Charles Bingley und Mr. Darcy gekämpft hat, und nicht rechtzeitig begann, sich die einzelnen Personen aufzulisten, der konnte sich in diesem Personendschungel mit zwölf Hauptcharakteren und gefühlt 50 Nebenfiguren heillos verheddern oder über den ausschweifenden Schilderungen wegdösen.
Diese Gefahr ist bei Isobel McArthurs flotter Version des Stoffes nicht gegeben.

Wie die fünf Darstellerinnen die fast 20 Rollen hinbekommen, und warum Klamauk Spaß macht, lesen Sie am Mittwoch in der Rems-​Zeitung.

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