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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Geschichte einer Flucht: Von der Ukraine nach Schwäbisch Gmünd

Foto: open​streetmap​.org/RZ

In seiner Heimat war er Journalist, als der Krieg in der Ukraine begann floh Valerii Verbetskyi nach Deutschland. Seit mehr als einem Jahr ist er hier, lernt Deutsch und möchte Fuß fassen im Journalismus. Dieses Mal erzählt er von seinem langen Weg nach Schwäbisch Gmünd. Und vom Verhör an der russischen Grenze.

Samstag, 09. März 2024
Franz Graser
54 Sekunden Lesedauer

Nachdem russische Invasoren meine Stadt Starobelsk besetzt hatten, musste ich entscheiden: bleiben oder fliehen? Da ich kein Unterstützer Russlands bin, konnte ich unmöglich bleiben. Nur: wie fliehen? Aufgrund der Nähe zur Front konnte man nicht einfach durch die Ukraine nach Westen fahren. Mehrere Autos, die das versuchten, wurden beschossen. Da die Region Luhansk nur an Russland grenzt, bestand der einzige Ausweg darin, über Russland nach Europa zu gelangen.

Um die Grenzkontrolle zu passieren, habe ich mir eine Geschichte ausgedacht. Ich behauptete, dass ich nach Moskau ziehe. Bei der Grenzkontrolle wurden nur Männer unter 60 Jahren kontrolliert, auch das Handy wurde auf pro-​ukrainische Informationen überprüft. Hätten Kontrolleure belastende Informationen wie eine ukrainische Flagge oder einen pro-​ukrainischen Beitrag auf Facebook gefunden, hätte man mich zurückgeschickt, im schlimmsten Fall sogar ins Gefängnis geworfen. Am Ausgang des besetzen Gebiets bildete sich eine lange Schlange.

Wie es Valerii gelang, über Russland über Litauen nach Deutschland zu gelangen, lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Rems-​Zeitung.

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