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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Umicore Galvanotechnik: Wachstum in schwieriger Zeit

Foto: privat

Die Umicore Galvanotechnik aus Schwäbisch Gmünd hat im Geschäftsjahr 2023 trotz eines anspruchsvollen Marktumfeldes ein Wachstum von zehn Prozent geschafft. Das teilt das Unternehmen mit. Wie die Gmünder das geschafft haben.

Samstag, 11. Mai 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 39 Sekunden Lesedauer

Dieses Wachstum zeige die Stärke und das Engagement des seit 1888 bestehenden Unternehmens, heißt es weiter in der Mitteilung. Insbesondere Beschichtungslösungen für Steckverbinder in der Unterhaltungselektronik, Verfahren für Halbleitersubstrate sowie Veredelungen im Modeschmuckbereich und in allgemeinen Industriesegmenten hätten maßgeblich zur positiven Entwicklung beigetragen. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung der Beschichtungstechnologie habe das Unternehmen seine Marktpräsenz stetig ausgebaut.
Der daraus resultierende hohe Auftragsbestand sowie die außerordentlich hohe Kundenzufriedenheit seien weitere Erfolgsfaktoren, die Geschäftsführer Michael Herkommer dazu veranlasst haben, auch für das Jahr 2024 ein moderates und damit gesundes Wachstum anzustreben. „Diese erfreuliche Entwicklung über die Jahre spiegelt das Engagement und die Kompetenz des gesamten Teams wider und lässt uns trotz sicherlich nicht einfacher Zeiten positiv in die Zukunft blicken“, wird Herkommer in der Pressemitteilung zitiert.
Ohne das Kerngeschäft mit dekorativen Beschichtungen für Schmuck und Lifestyle-​Produkte zu vernachlässigen, will Umicore in weiteren Zukunftsmärkten wie Elektromobilität, Wasserstofftechnologie und Halbleiterproduktion erfolgreich sein. Umicore habe sich daher entschlossen, erhebliche Mittel in den Ausbau ihrer Infrastruktur zu investieren, um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden. Konkret soll neben der geplanten Erweiterung der Produktionsanlagen und dem Ausbau der robotergestützten Fertigung auch die Nutzfläche auf dem bestehenden Gelände vergrößert werden.
„Dieser Schritt steht im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen des Umicore-​Konzerns, der bis 2035 CO2-​Neutralität anstrebt“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Bereits heute könnten das Testcenter und die Galvanik im Werk 1 durch Maßnahmen wie die Installation dreier großflächigen Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr und die in diesem Jahr abgeschlossene Erneuerung der Lüftungsanlage inklusive Wärmerückgewinnung und Wärmepumpe zu 100 Prozent CO2-​neutral betrieben werden.
Produktionsleiter Uwe Wohlfarth erläutert, dass die energetischen Optimierungsmaßnahmen auch in allen anderen Betriebsteilen weiter vorangetrieben werden. Bereits heute werde rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs durch umweltfreundliche Eigenanlagen gedeckt. Der Rest werde entweder durch den Bezug von Ökostrom ausgeglichen oder durch das eigene Blockheizkraftwerk effizient kompensiert. Das Thema Sicherheit werde im Unternehmen seit jeher groß geschrieben. Mit Erfolg, wie eine Statistik über viele Jahre ohne Langzeitarbeitsunfälle belegt. Für Herkommer ist es ein zentrales Anliegen, dass sich Mitarbeiter, Besucher und Anwohner jederzeit sicher fühlen und die täglichen Abläufe reibungslos funktionieren. „Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen ist die Unfallstatistik sicherlich das wichtigste und immer wieder erfreulichste Dokument auf meinem Schreibtisch“, so Herkommer weiter.

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