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19-​Jähriger wollte die Polizei erpressen

Rems-Murr

Symbol-Foto: gbr

Ende Juli gingen bei verschiedenen Emailadressaten des Polizeipräsidiums Aalen Emails ein, in denen ein Unbekannter zunächst wenige hundert Euro, später dann einen fünfstelligen Betrag oder aber mindestens zehn Kilogramm „Gras“ (Cannabis) einforderte. Andernfalls, so drohte der Verfasser der Emails, würde etwas Schlimmes passieren.

Mittwoch, 05. August 2020
Gerold Bauer
49 Sekunden Lesedauer

Seine Forderungen sollten jeweils bis 20 Uhr am Tag des Posteingangs erfüllt werden. Beamte des Polizeipostens Murrhardt, bei dem unter anderem die besagten Emails eingegangen waren, hatten einen ersten vagen Verdacht, um wen es sich bei dem Absender handeln könnte.
Der unbekannte Erpresser hatte seine digitalen Spuren zwar gut verwischt. Die Cybercrime-​Spezialisten der Kriminalpolizei konnten dennoch aufgrund der digitalen Spuren den Verdacht gegen den bereits ins Visier geratenen 19-​Jährigen erhärten. Mit richterlichem Beschluss durchsuchten die Beamten daraufhin die Wohnräume und einen Firmensitz des Tatverdächtigen. Während diese Maßnahme bereits lief, kehrte der junge Mann zusammen mit seiner Mutter zum Wohnort zurück. Auf dem vom Tatverdächtigen mitgeführten Mobiltelefon konnten die Beamten der Kriminalpolizei noch während der Durchsuchung eine Nachricht feststellen, die sich eindeutig dem Erpressungsversuch zuordnen ließ.
Der 19-​Jährige wurde, in Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft, nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.