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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 07. Februar 2014

Niemand soll die Sucht merken — Aktionswoche vom 9. bis 15 . Februar: „Vergessenen Kindern eine Chance geben“ /​Caritas bietet Beratung und Gruppen an

„Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ lautet das Motto der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien, die vom 9. bis 15. Februar stattfindet.


SCHWÄBISCH GMÜND (sh). Jedes sechste Kind in Deutschland wächst in einer Familie auf, in der Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit bei den Eltern vorliegt, berichtet Monika Mayer, Leiterin der Caritas Suchthilfe. Kinder von suchtkranken Eltern haben es schwer – viel schwerer als ihre gleichaltrigen Freunde. Sie können nicht einfach mehr „Kind-​sein“. Die Mädchen und Jungen laden sich viel zu früh Verantwortung auf und wollen dadurch ihren Beitrag leisten, damit die Familie nicht auseinander bricht und nach außen gut zu funktionieren scheint. Niemand soll von der Sucht der Eltern etwas merken. Deshalb wird das Familiengeheimnis um jeden Preis gehütet und die Kinder sind mit ihren Sorgen und Nöten alleine. Die Kinder fühlen sich mitschuldig am Suchtproblem der Eltern und schämen sich. Kinder aus suchtbelasteten Familien tragen ein deutlich erhöhtes Risiko später selbst eine Suchtkrankheit oder psychische und soziale Auffälligkeiten zu entwickeln. Umso wichtiger ist es, den Suchtkreislauf zu unterbrechen.
Um den Familien und Kindern zu helfen, muss das Schweigen gebrochen werden, betont die Sucht– und Familientherapeutin Regina Abele-​Rathgeb. Um diesen „vergessenen Kindern“ eine Stimme zu geben, können sich Kinder und Familien an die Psychosoziale Beratungsstelle und ambulante Behandlungsstelle der Caritas wenden. Sie finden dort immer ein offenes Ohr und es wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Im Rahmen der Aktionswoche „Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ wird an der Suchtberatungsstelle in allen Gruppenangeboten auf die Situation der Kinder aus Suchtfamilien eingegangen. Kinder aus suchtbelasteten Familien brauchen Unterstützung und Hilfe, damit sie Kind sein dürfen und gute Startchancen für ihr Leben bekommen.

Informationen bei der : Psychosozialen Beratungsstelle der Caritas, Franziskanergasse 3, Gmünd, Tel. 0 71 71/​1 04 20 20
 

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Niemand soll die Sucht merken — Aktionswoche vom 9. bis 15 . Februar: „Vergessenen Kindern eine Chance geben“ /​Caritas bietet Beratung und Gruppen an

„Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ lautet das Motto der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien, die vom 9. bis 15. Februar stattfindet.


SCHWÄBISCH GMÜND (sh). Jedes sechste Kind in Deutschland wächst in einer Familie auf, in der Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit bei den Eltern vorliegt, berichtet Monika Mayer, Leiterin der Caritas Suchthilfe. Kinder von suchtkranken Eltern haben es schwer – viel schwerer als ihre gleichaltrigen Freunde. Sie können nicht einfach mehr „Kind-​sein“. Die Mädchen und Jungen laden sich viel zu früh Verantwortung auf und wollen dadurch ihren Beitrag leisten, damit die Familie nicht auseinander bricht und nach außen gut zu funktionieren scheint. Niemand soll von der Sucht der Eltern etwas merken. Deshalb wird das Familiengeheimnis um jeden Preis gehütet und die Kinder sind mit ihren Sorgen und Nöten alleine. Die Kinder fühlen sich mitschuldig am Suchtproblem der Eltern und schämen sich. Kinder aus suchtbelasteten Familien tragen ein deutlich erhöhtes Risiko später selbst eine Suchtkrankheit oder psychische und soziale Auffälligkeiten zu entwickeln. Umso wichtiger ist es, den Suchtkreislauf zu unterbrechen.
Um den Familien und Kindern zu helfen, muss das Schweigen gebrochen werden, betont die Sucht– und Familientherapeutin Regina Abele-​Rathgeb. Um diesen „vergessenen Kindern“ eine Stimme zu geben, können sich Kinder und Familien an die Psychosoziale Beratungsstelle und ambulante Behandlungsstelle der Caritas wenden. Sie finden dort immer ein offenes Ohr und es wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Im Rahmen der Aktionswoche „Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ wird an der Suchtberatungsstelle in allen Gruppenangeboten auf die Situation der Kinder aus Suchtfamilien eingegangen. Kinder aus suchtbelasteten Familien brauchen Unterstützung und Hilfe, damit sie Kind sein dürfen und gute Startchancen für ihr Leben bekommen.

Informationen bei der : Psychosozialen Beratungsstelle der Caritas, Franziskanergasse 3, Gmünd, Tel. 0 71 71/​1 04 20 20
 

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