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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 10. Januar 2013

Gmünd stellt mit dem Mobilen Schulungszentrum Elektromobilität ein Forum vor, das Teil der Landesgartenschau wird

Galerie (1 Bild)

Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Die Fahrzeuge selbst sind dabei nur Teil eines umfassenden Wandels. Das Projekt „Mobiles Schulungszentrum Elektromobilität“ der Technischen Akademie will Jugendlichen Lust darauf machen. Dafür erhält die TA Fördermittel in Höhe von 1,2 Mio. Euro – und hat das erste bundesweit bewilligte Projekt.


SCHWÄBISCH GMÜND (rw). Der Förderantrag für das Mobile Schulungszentrum Elektromobilität (kurz: MSE) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vor Weihnachten bewilligt, die Nachricht auch schon im Gemeinderat verkündet – vielleicht ohne dass die Bedeutung klar geworden wäre.
„Für uns als Wirtschafts– und Bildungsstandort ist das ein Ritterschlag“, sagt Erster Bürgermeister Joachim Bläse. Das MSE, untergebracht in vier Containern, kann die Wissenswerkstatt EULE ergänzen und schließlich auch zu einer Attraktion der Landesgartenschau 2014 werden. Zu deren Themenfeld gehört auch die Elektromobilität, für die Schwäbisch Gmünd Modellkommune ist. Es fügt sich also schön zusammen, nicht zuletzt unter dem Aspekt des Wirtschaftsstandorts, der traditionell in der Automotive-​Branche stark ist und „wo viele in der E-​Mobilität aktiv sind “, so Franz Loogen, der Geschäftsführer der Landesagentur für Elektromobilität.
Die Technische Akademie Schwäbisch Gmünd schreitet damit weiter auf ihrem Entwicklungspfad zum Kompetenzzentrum Elektromobilität in der Region voran. „Ein Mosaikstein mehr“, meint TA-​geschäftsführer Michael Nanz, der zugleich das MSE-​Projekt leitet. Die Handwerkskammer ist ebenso involviert wie die Schulen und die PH.
Das von der Technischen Akademie entwickelte MSE-​Konzept ist Teil des „Living Lab BWe mobil“, so lautete der Titel der Bewerbung des Landes Baden-​Württemberg als „Schaufenster Elektromobilität“. 23 Regionen Deutschlands hatten sich beworben, so Franz Loogen. Allein das „Living Lab BWe mobil“ umfasst 40 Projekte mit über 100 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Es handelt sich um Forschungs– und Entwicklungsprojekte ebenso wie um Untersuchungen zu Alltagstauglichkeit und Geschäftsmodellen, zu Ausbildung und Anwendung.
Neben Baden-​Württemberg kamen Bayern/​Sachsen, Berlin/​Brandenburg und Niedersachsen auf Bundesebene zum Zug. Für die nationale Plattform Elektromobilität stellen vier Bundesministerien – die für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Umwelt sowie Bildung und Forschung – zusammen in den drei Jahren bis Ende 2015 insgesamt 180 Mio. Euro bereit.
Das baden-​württembergische Schaufenster konzentriert sich auf die Regionen Stuttgart und Karlsruhe. Der Ansatz ist systemisch, die Projekte greifen ineinander und lassen Elektromobilität vom E-​Bike über den E-​Pkw bis hin zum elektrischen Transporter und zu Plug-​in-​Linienbussen erlebbar werden. Die Projekte stellen und behandeln Fragen zu Intermodalität, Flotten und gewerblichen Verkehren, zur Energie-​Infrastruktur, Stadt– und Verkehrsplanung, Fahrzeugtechnologie, Kommunikation, Ausbildung und Qualifizierung.
Projektkoordinator Heinz Handtrack spricht von Informationen über alle Bereiche der E-​Mobilität und der bestehenden Berufsfelder, die das Schulungszentrum jugendgerecht ab Klassenstufe 8 und abgestimmt auf die Schularten vermitteln soll. Das MSE-​Projekt soll schließlich der Nachwuchssicherung dienen. Zur Zielgruppe gehören ausdrücklich Mädchen.
Bis Ende Mai soll das MSE fertig sein, Elektromobilität und die angrenzenden Technologien präsentieren. Ebenfalls in den Containern installiert ist eine „Experimentierwerkstatt“ – so sollen Lust und Neugierde auf die neuen Technologien und die damit verknüpften Ausbildungsmöglichkeiten geweckt werden. In Gruppen von maximal 25 Teilnehmern können Jugendliche in die Welt der Elektromobilität eintauchen, ohne Leistungsdruck, dafür mit Touchscreens und Apps. Die Container gehen gleich auf Tour im Land, zuerst steht das MSE in Esslingen oder Waiblingen, dann in Hall, Offenburg und Reutlingen – jeweils sechs Wochen lang. Nach Schwäbisch Gmünd kommt das geistige Kind der hiesigen TA erst 2014 zur Landesgartenschau – dann aber für deren halbjährige Dauer. 2015 geht das mobile Schulungszentrum wieder auf Tour durchs Land mit den TA-​Mitarbeitern Wolfgang Hügel und Bernd Herrig. Hügel ist der wissenschaftliche Begleiter, der Vorwissen und Nachhaltigkeit erkunden und die MSE-​Experimente für die Schule nutzbar machen will. Die breite Datenbasis wird vorhanden sein: Es werden einige Tausend Jugendliche im ganzen Land die Containermodule der TA Schwäbisch Gmünd besuchen.

 

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Gmünd stellt mit dem Mobilen Schulungszentrum Elektromobilität ein Forum vor, das Teil der Landesgartenschau wird

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Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Die Fahrzeuge selbst sind dabei nur Teil eines umfassenden Wandels. Das Projekt „Mobiles Schulungszentrum Elektromobilität“ der Technischen Akademie will Jugendlichen Lust darauf machen. Dafür erhält die TA Fördermittel in Höhe von 1,2 Mio. Euro – und hat das erste bundesweit bewilligte Projekt.


SCHWÄBISCH GMÜND (rw). Der Förderantrag für das Mobile Schulungszentrum Elektromobilität (kurz: MSE) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vor Weihnachten bewilligt, die Nachricht auch schon im Gemeinderat verkündet – vielleicht ohne dass die Bedeutung klar geworden wäre.
„Für uns als Wirtschafts– und Bildungsstandort ist das ein Ritterschlag“, sagt Erster Bürgermeister Joachim Bläse. Das MSE, untergebracht in vier Containern, kann die Wissenswerkstatt EULE ergänzen und schließlich auch zu einer Attraktion der Landesgartenschau 2014 werden. Zu deren Themenfeld gehört auch die Elektromobilität, für die Schwäbisch Gmünd Modellkommune ist. Es fügt sich also schön zusammen, nicht zuletzt unter dem Aspekt des Wirtschaftsstandorts, der traditionell in der Automotive-​Branche stark ist und „wo viele in der E-​Mobilität aktiv sind “, so Franz Loogen, der Geschäftsführer der Landesagentur für Elektromobilität.
Die Technische Akademie Schwäbisch Gmünd schreitet damit weiter auf ihrem Entwicklungspfad zum Kompetenzzentrum Elektromobilität in der Region voran. „Ein Mosaikstein mehr“, meint TA-​geschäftsführer Michael Nanz, der zugleich das MSE-​Projekt leitet. Die Handwerkskammer ist ebenso involviert wie die Schulen und die PH.
Das von der Technischen Akademie entwickelte MSE-​Konzept ist Teil des „Living Lab BWe mobil“, so lautete der Titel der Bewerbung des Landes Baden-​Württemberg als „Schaufenster Elektromobilität“. 23 Regionen Deutschlands hatten sich beworben, so Franz Loogen. Allein das „Living Lab BWe mobil“ umfasst 40 Projekte mit über 100 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Es handelt sich um Forschungs– und Entwicklungsprojekte ebenso wie um Untersuchungen zu Alltagstauglichkeit und Geschäftsmodellen, zu Ausbildung und Anwendung.
Neben Baden-​Württemberg kamen Bayern/​Sachsen, Berlin/​Brandenburg und Niedersachsen auf Bundesebene zum Zug. Für die nationale Plattform Elektromobilität stellen vier Bundesministerien – die für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Umwelt sowie Bildung und Forschung – zusammen in den drei Jahren bis Ende 2015 insgesamt 180 Mio. Euro bereit.
Das baden-​württembergische Schaufenster konzentriert sich auf die Regionen Stuttgart und Karlsruhe. Der Ansatz ist systemisch, die Projekte greifen ineinander und lassen Elektromobilität vom E-​Bike über den E-​Pkw bis hin zum elektrischen Transporter und zu Plug-​in-​Linienbussen erlebbar werden. Die Projekte stellen und behandeln Fragen zu Intermodalität, Flotten und gewerblichen Verkehren, zur Energie-​Infrastruktur, Stadt– und Verkehrsplanung, Fahrzeugtechnologie, Kommunikation, Ausbildung und Qualifizierung.
Projektkoordinator Heinz Handtrack spricht von Informationen über alle Bereiche der E-​Mobilität und der bestehenden Berufsfelder, die das Schulungszentrum jugendgerecht ab Klassenstufe 8 und abgestimmt auf die Schularten vermitteln soll. Das MSE-​Projekt soll schließlich der Nachwuchssicherung dienen. Zur Zielgruppe gehören ausdrücklich Mädchen.
Bis Ende Mai soll das MSE fertig sein, Elektromobilität und die angrenzenden Technologien präsentieren. Ebenfalls in den Containern installiert ist eine „Experimentierwerkstatt“ – so sollen Lust und Neugierde auf die neuen Technologien und die damit verknüpften Ausbildungsmöglichkeiten geweckt werden. In Gruppen von maximal 25 Teilnehmern können Jugendliche in die Welt der Elektromobilität eintauchen, ohne Leistungsdruck, dafür mit Touchscreens und Apps. Die Container gehen gleich auf Tour im Land, zuerst steht das MSE in Esslingen oder Waiblingen, dann in Hall, Offenburg und Reutlingen – jeweils sechs Wochen lang. Nach Schwäbisch Gmünd kommt das geistige Kind der hiesigen TA erst 2014 zur Landesgartenschau – dann aber für deren halbjährige Dauer. 2015 geht das mobile Schulungszentrum wieder auf Tour durchs Land mit den TA-​Mitarbeitern Wolfgang Hügel und Bernd Herrig. Hügel ist der wissenschaftliche Begleiter, der Vorwissen und Nachhaltigkeit erkunden und die MSE-​Experimente für die Schule nutzbar machen will. Die breite Datenbasis wird vorhanden sein: Es werden einige Tausend Jugendliche im ganzen Land die Containermodule der TA Schwäbisch Gmünd besuchen.

 

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