Eine Woche lang Blutspenden im Stadtgarten: DRK sagt Ortstermine ab

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Archivfoto: edk

Die Unsicherheit bei den Ortsvereinen in punkto Blutspenden ist groß. Termine werden abgesagt, Spender fragen sich, ob sie Blut abgeben dürfen. Das DRK reagiert mit einem zentralen Termin für die Stadt Schwäbisch Gmünd.

Veröffentlicht am Dienstag, 07. April 2020
von Eva-Marie Mihai
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Der DRK-​Blutspendedienst in Frankfurt hat auf die neue Situation reagiert und veranstaltet zentrale Blutspendetermine. So auch in Schwäbisch Gmünd. Eine ganze Woche lang wird der Stadtgarten zu einem Blutspendezentrum umfunktioniert. In der Kalenderwoche 17 vom 20. bis 24. April haben Spender die Möglichkeit, von Montag bis Freitag Blut zu spenden, jeweils von 13 bis 18 Uhr. Etwa 100 Personen sollen jeden Tag durchgeschleust werden.
„Die Blutspendezentrale fährt eine neue Strategie“, berichtet DRK-​Kreisgeschäftsführer Steffen Alt. Demnach organisiert die Zentrale im ganzen Land solche übergreifende Blutspendetermine über eine ganze Woche. „Diese neue Taktik ist gut und hilfreich auch für uns“, sagt Alt.
Diese neue Strategie habe mehrere Gründe: Zum einen sollen Ressourcen geschont werden, auch in der Zentrale habe man Corona-​bedingt Ausfälle. Und auch kleinere Gemeinden mit älteren Helfern seien oft überfordert. In Mögglingen beispielsweise sei eine Blutspende mit der Begründung abgesagt worden, dass ein Versammlungsverbot gelte. Das stimme so nicht. Weil Blutspenden vom Veranstaltungsverbot ausdrücklich ausgenommen sind, sind sie durchaus möglich.
Außerdem gibt es bei diesen zentralen Terminen die Möglichkeit, in den größeren Hallen den Abstand besser halten zu können. „Wenn man in Bargau in einem kleinen Saal eine Blutspende veranstaltet, hat man diese Ausweichmöglichkeiten nicht. Das ist eine Frage der Sicherheit.“

Kreativ waren die Organisatoren auch mit dem Wegfall des Essens. Was es stattdessen nach der Blutspende für die Freiwilligen gibt, lesen Sie am 8. April in der Rems-​Zeitung.