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Partnerschaftsverein Bartholomä spendet an Erdbebenhilfe

Foto: tv

Sie wollen helfen und ein Zeichen für Solidarität setzen: Der Partnerschaftsverein Amici di Casola aus Bartholomä hat den Erlös eines Kulturabends an die Erdbebenhilfe für Aalens türkische Partnerstadt Antakya gespendet.

Mittwoch, 01. März 2023
Thorsten Vaas
1 Minute 49 Sekunden Lesedauer

„Wir haben spontan beschlossen, dass wir helfen wollen“, sagt Bettina Ritz über jenen Abend, an dem im Saal des Dorfhauses Bartholomä ein Kulturabend stattfand. Dort präsentierte der Partnerschaftsverein den Bildervortrag einer Pilgerreise von Florenz nach Rom. Das war wenige Tage nach dem schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien, das vor allem Aalens türkische Partnerstadt Antakya schwer getroffen hat. Tausende Menschen sind gestorben, noch mehr wurden obdachlos. „Wir haben keinen Eintritt verlangt, aber um Spenden gebeten“, erzählt die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Amici di Casol. Der Saal des Dorfhauses war voll, die Besucherinnen und Besucher spendeten angesichts der schrecklichen Bilder und Berichte aus dem Erdbebengebiet. Doch waren es nicht nur Eindrücke, die zum Entschluss geführt haben, das Geld an die Erdbebenhilfe zu spenden. Es war vor allem Verbundenheit. „Der Partnerschaftsverein Bartholomä möchte mit anderen Partnerschaftsvereinen zusammenarbeiten. Wir fühlen uns solidarisch“, ergänzt Ritz’ Stellvertreterin Claudia Moser.
850 Euro kamen zusammen, die Ritz und Moser nun an Hildegard Stehle und Roland Hamm vom Aalener Partnerschaftsverein überreicht haben. „Wir sind erfreut und dankbar, dass uns der Partnerschaftsverein Bartholomä unterstützt“, sagt Stehle. Ein solches Zeichen der Solidarität werde zu guten Kontakten unter den Vereinen führen, so die stellvertretende Vorsitzende. Schließlich wird die vom Erdbeben schwer verwüstete Stadt Antakya noch lange auf Hilfe angewiesen sein. Sie sei zu 60 Prozent zerstört, berichtet Antakya-​Beisitzer Roland Hamm.
Er kennt die Stadt wie kaum ein anderer, hält den Kontakt dorthin. „Wir denken in drei Etappen“, in kurz-​, mittel– und langfristiger Hilfe. Direkt nach der Erdbebenkatastrophe ging es besonders um warme Kleidung, denn der Winter unweit der syrischen Grenze ist bitterkalt. Schlafsäcke, Decken, Zelte und mehr wurden gesammelt, mittlerweile sind 15 Lastwagen voller Hilfsgüter von der Ostalb in Antakya angekommen, „drei sind noch auf der Strecke“, berichtet Hamm. Die Annahme weiterer Sachspenden pausiere derzeit. Im nächsten Schritt kaufe man in der Türkei Grundnahrungsmittel, zudem gebe es konkrete Anforderungen für Medikamente, etwa Insulin und Antibiotika. Wichtig sei nun auch die Wasseraufbereitung, „denn es werden sich Seuchen ausbreiten“. Schließlich geht es langfristig darum, wie die Stadt wieder aufgebaut werden kann. „Jeder Cent hilft in dieser schlimmen Katastrophe“, so Hamm. Mehr als 600.000 Euro hat das Hilfsbündnis mittlerweile auf dem Spendenkonto. Nun sind 850 Euro vom Partnerschaftsverein aus Bartholomä hinzugekommen.

Geldspenden werden weiterhin dringend gebraucht. Wer spenden möchte, kann dies auf das Erdbeben-​Sonderkonto des DRK-​Kreisvervbands Schwäbisch Gmünd tun:

IBAN: DE 7461 4901 50 1023 222 000, BIC: GENODES1AAV, VR-​Bank Ostalb eG
Verwendungszweck: „Spende Erdbeben“

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