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Lokalnachrichten

Ostalb | Mittwoch, 27. Juli 2011

Am Dienstag verabschiedete das Rosenstein-​Gymnasiums Hans-​Joachim Jauernig /​Johannes-​Josef Miller eingesetzt

„Ich schreib’s an jede Wand“, führt ein Lied die Bedeutung einer Botschaft vor Augen. Ganz soweit ging die Schulgemeinschaft des Rosenstein-​Gymnasiums nicht: Sie schrieb den Dank und die Bewunderung für den scheidenden Schulleiter „HaJo“ Jauernig an den Berg, dem sie ihren Namen verdankt.

HEUBACH (bt). Das große Spruchband an der Rosenstein-​Ruine zeigt, welche Wertschätzung Hans-​Joachim Jauernig in Heubach genießt. Was ihm die Schule verdankt, wurde in einem mehrstündigen Festakt zum Ausdruck gebracht. Es zeigt sich auch in einer lebensgroßen Jauernig-​Figur in der Schule, Geschenk des diesjährigen Abitur-​Jahrgangs: „Er war immer da; niemand kann sich die Schule ohne ihn so richtig vorstellen.“ Nadja Schellhorn-​Pintat, Schulreferentin am RP, zeichnete den Lebensweg Jauernigs nach, der 1974 als Studienassessor mit den Fächern Mathe und Englisch ans Rosenstein-​Gymnasium kam, vier Jahre Fachbereichsleiter am HBG war und schließlich 27 Jahre Schulleiter in Heubach. In ihrer Lobeshymne blieb kaum eine Tugend unerwähnt. Bürgermeister Klaus Maier, erinnerte daran, wie einst um das Gymnasium der VWG gebangt werden musste, wie dringend 1984 ein neuer Schulleiter gebraucht wurde, der „die Schule auf Kurs bringt“. Dass jetzt 807 Schüler gezählt werden, 37 Klassen und knapp 70 Lehrer, dass das Rosenstein-​Gymnasium heute zu den größten der Region zählt, dafür sagte er auch im Namen des Gemeinderats herzlichen Dank. Wie genau Jauernig diese bemerkenswerte Entwicklung gelungen ist, schilderte Bernhard Abele. Er nannte unter anderem den „ersten Sprachenzug“ und neue Wege im Bereich Technik; Pilotschule sei das Rosenstein-​Gymnasium in mehrerer Hinsicht gewesen. Abele rechnete Jauernig manches hoch an, etwa die gelungene Umstellung auf G8 und nicht zuletzt „die Öffnung für vieles, was die Schüler über den Heubacher Tellerrand hinausblicken lässt“. Alfred Bader für die Schulleiterkollegen und Dr. Guido Hegele im Namen der Eltern würdigten in persönlichen Worten, was Jauernig bewirkt hat, für die Lernenden und Lehrenden, für die Kollegen, für die Verwaltungsgesellschaft. Wie sehr er geschätzt wird, wurde mehr als deutlich. „Sie waren immer da“, erklärte Personalrat Christoph Huber und führte sehr eloquent aus, welch „ungeheure, vorbildhafte Arbeit“ der langjährige Schulleiter geleistet hat. Unter seiner Leitung habe sich das Rosensteingymnasium quasi verdoppelt, sei neu geworden, nicht nur mit Blick auf all die Baumaßnahmen. Die Schülersprecherinnen Ines Pfeiffer und Selina Melzer spielten einen Tag im Leben ihres Schullleiters durch, mit Witz und spürbarer Sympathie und der zentralen Botschaft: Was immer geschieht, wenn du ihn brauchst, ist er da. Als der Scheidende später lächelnd erklärte, er habe sich zuweilen gewundert, wenn von ihm gegrüßte Schüler erschraken, gab’s in der Erinnerung an den Beitrag der jungen Damen schallendes Gelächter. Gelacht wurde auch, als die Ehemaligen, einen alten Schülerzeitungsbeitrag aufgreifend, der These nachgingen, dass Jauernig und Franz Beckenbauer ein und dieselbe Person sind: Doppelleben der anderen Art. Hans-​Joachim Jauernig vollzog, wie andere vor ihm, noch einmal den Weg nach, den er mit dem Rosenstein-​Gymnasium gegangen ist. Mit deutlicher Kritik an seiner Vorgängerin – die wohl „schlicht nicht da war“ – führte er durch die ersten Jahre, in denen gar das Fortbestehen des Gymnasiums auf dem Spiel stand. Er erinnerte an die Freude, als es 1992 erstmals wieder drei Eingangsklassen gab und „es langsam wieder bergauf ging“. Am Tiefpunkt zählte die Schule nur mehr 360 Schüler. Er erinnerte an viel gute Momente, und an die schmerzlichen, wenn Mitglieder der Schulgemeinschaft betrauert wurden. Vor allem aber dankte er allen Weggefährten, unter ihnen besonders seinem Stellvertreter Bernhard Abele, und ein letztes Mal nutze er die Chance, den jungen Leuten, die ihm anvertraut waren, etwas mitzugeben, das ihnen auf ihrem Lebensweg zugute kommen wird. Nach einem Beitrag des Schüler-​Eltern-​Lehrer-​Chors, der die Veranstaltung ebenso wie die BigBand unter Leitung von Florian Strasser und der von Thomas Benz geleitete Unterstufenchor umrahmte, wurde Jauernigs Nachfolger, Johannes-​Josef Miller, in sein Amt eingeführt. Bernhard Abele und viele Grußredner hießen ihn herzlich willkommen. Nadja Schellhorn-​Pintat ging auf Stationen seiner Karriere ein: Zuletzt leitete der Waldstetter, der im Gmünder Raum unter anderem als Religionslehrer, PH-​Dozent, durch das Hardt und das Abendgymnasium bekannt war, das Buigen-​Gymnasium Herbrechtingen. Die Fußstapfen, in die er trete, seien zwar keine kleinen, aber er werde diese Aufgabe meistern, davon sei sie überzeugt (die RZ wird berichten).

Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 2305 Tagen veröffentlicht.


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