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„Spraitbach-​da gefällt’s mir“, Filmpremiere und Ehrungen in der Kulturhalle

Für 300 Besucher war bestuhlt worden, doch über 350 Gäste wollten am Samstagabend in der Kulturhalle dabei sein, wenn ein Höhepunkt den nächsten jagte, wie es auf der Bühnenleinwand ja auch zu lesen war: „Spraitbach — Höhepunkt im Schwäbisch-​Fränkischen Wald!“

Montag, 28. Januar 2013
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 51 Sekunden Lesedauer

Von Brigitte Düppe
SPRAITBACH. Süddeutsche, Deutsche, Europa– und Weltmeister wurden geehrt, aber auch Menschen, die seit Jahren oder Jahrzehnten sich dafür einsetzten, dass Spraitbach „viel mehr als eine Ansammlung von Häusern darstellt“, wie es Bürgermeister Ulrich Baum in seiner Begrüßung betonte. Die Gemeinschaft stehe im Mittelpunkt und deshalb habe man in einer Ehrensatzung bereits vor zehn Jahren beschlossen, ehrenamtliche Verdienste um die Gemeinschaft auch auszuzeichnen. Die am Abend Geehrten hätten mit ihren Familien allemal die roten Teppiche verdient, die am Eingang ausgelegt waren. Sie hätten dem Zusammenleben mit ihren mit Herzblut erfüllten Aktivitäten eine Seele eingehaucht und das spontane Zusammenrücken im Saal sei beispielhaft für das Leben in der Gemeinde zu sehen.
Wenn das Umfeld stimme, dann gefällt’s einem und wenn dies so ist, mag man auch davon berichten. So entstand schon vor einigen Jahren die Idee, einen Film über die Gemeinde zu drehen. Vor eineinhalb Jahren ging’s dann los und das fertige Produkt durfte als weiterer Höhepunkt bestaunt werden. Es war ein Glücksfall, dass Videoproduzentin Sabine Klaus als gebürtige Spraitbacherin die Umsetzung als Kreativdirektorin in die Hand nahm, obwohl sie inzwischen in Schottland lebt.
Ihr zur Seite stand ein äußerst prädestiniertes Team vor Ort. Sarah Heide, Andreas Utz und Robert Kornhaas ließen mit Fotos und Fachwissen den Film zu dem werden, wie er jetzt stolz präsentiert werden konnte. Erich Pommerenke schrieb die informativen und wichtigen Texte, denen Ralf Steinmann im Tonstudio profimäßig seine Stimme lieh. (Klar, dass auch sie zu den Geehrten gehörten!) Dank Spraitbachs schnellem Internet und vielen Telefonkonferenzen haben sie zusammen ein einmaliges Dokument geschaffen, in dem ganz viele Bürger und Bürgerinnen zu Wort kommen, Feste gezeigt werden, die intakte Infrastruktur sichtbar wird, die Vereine, Firmen und das Handwerk einbezogen sind und das alles vor dem wunderschönen Hintergrund einer zauberhaften Landschaft. „I be gera do“ — dieses Bekenntnis musste man in der Halle nicht übersetzen und auch der westfälischen Bürgermeister als Moderator des Abends schien dieses Gefühl verinnerlicht zu haben.
Höhepunkt der Ehrungen war die Verleihung der drei Bürgerurkunden für besonders herausragende Leistungen. Nicht nur bei Oscarverleihungen, auch in der Kulturhalle gab es dazu Laudatoren, welche das Wirken den Geehrten noch einmal ins Gedächtnis riefen.
Sonja Maurer würdigte zuerst Doris Kurz, ihre fundamentale Arbeit bei den Landfrauen und im Gemeinderat. Angelika Jüschke ehrte Sarah Heide für ihr unermüdliches sich Einsetzen für die Seniorengemeinschaft und Stefan Mord stellte Gerhard Drössler vor, der seit über 40 Jahren beim FC Spraitbach, im Tennisverein und vor allem bei der Vorbereitung der 700-​Jahr-​Feier Entscheidendes geleistet habe. Wie Angelika Jüschke schon ahnte, traf auf alle drei Sigmund Freuds Wort zu „Gegen Lob ist man machtlos.“ Und so nahmen sie gerührt ihre Urkunde und ein Präsent an, wobei jeder in der Halle wusste, dass sie sich sicher nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen werden, sondern auch weiterhin ihrem Heimatort engagiert verbunden bleiben.
Die perfekte musikalische Umrahmung lieferte „Schwörhaus Brass“ unter der Leitung des Hinterlintalers Stefan Spielmannsleitner, die auch mit feierlichen Fanfarenklänge die Ehrungen bereicherte. Alle Auserwählten waren außerdem mit vielen Bildern vorgestellt worden und preisgekrönte Tanzgruppen überzeugten natürlich auch durch ihre Beiträge auf der Bühne von ihrem großen Können.
Wie zu erwarten war, stellte sich auch das Foyer hernach als viel zu klein heraus für den Ansturm auf Getränke und Häppchen, die attraktiv und köstlich von den „Landeiern“ vorbereitet worden waren. Und wem das alles ein bisschen zu viel war, konnte den neuen Film günstig erwerben und zu Hause gleich noch mal in aller Ruhe anschauen.
Die Geehrten – außer den bereits Genannten – sind: Cornelia Kunzmann (Seniorentanz, Mesnerin, Laienspiel), Horst Glück („der Mann für alle Fälle“), Babinia Kaupp (Behindertenarbeit), Sonja Maurer (VHS-​Leiterin, Künstlerin und Autorin), Jürgen Blinzinger (ehemaliger Lehrer, Multitalent), Doris Raymann-​Nowak (Obermeisterin der Gold-​und Silberschmiede), Melissa und Michaela Hölldampf (Vielseitigkeitsreiterinnen), Sabine Hirsch (hoch dekorierte Karatekämpferin), Stefan Spielmannleitner (Musikprofi im Bläserbereich),Tanzgruppen von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Stepptanz, Hip-​Hop und Breakdance und „die Landeier“ (45 Frauen vom Rathaussturm, und „Mädchen für alles“).

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