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Nachrichten Ostalb

Projekt der Schillerschule Heubach und des Landratsamtes Ostalbkreis /​Unterstützt vom Heubacher Schulsozialarbeiter

Die Schüler der Klasse 5/​6 der Schillerschule Heubach lernten mit ihrer Klassenlehrerin Susanne Tiede beim Projekt „Gewaltprävention und Waldpädagogik“ des Landratsamtes wichtige Zusammenhänge zwischen Wald und dem verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst und der Natur kennen.

Freitag, 13. November 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 39 Sekunden Lesedauer

HEUBACH (pm). Das Konzept „Gewaltprävention und Waldpädagogik“ hat an der Schillerschule Heubach einen sehr hohen Stellenwert. Unter Anleitung von Wolf Noack vom Forstdezernat und Andreas Schumschal von der Koordinationsstelle Prävention des Landratsamtes Ostalbkreis und mit Unterstützung des Schulsozialarbeiters Andreas Dionyssiotis wird seit Jahren erfolgreich und nachhaltig Prävention durchgeführt. Das Programm begann Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis mit einem Training von sozialen Kompetenzen an der Schule.
In kooperativen Übungen mit anschließender Auswertung wurden die Themen Teamgeist, Konfliktfähigkeit und Kommunikation gefördert. Im Vordergrund standen die Regeln: Nicht schlagen, keine Ausdrücke und Teamarbeit. Mit großer Motivation und Engagement trafen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Verantwortlichen am ersten Tag in der Kühholzhütte bei Bartholomä.
Empfangen und begrüßt wurden die Schüler von Revierförster Henning Fath an der Pflanzschule auf dem Kitzinghof bei Bartholomä. Die Landespflanzschule versorgt den Staatswald mit Jungpflanzen. Die Kinder zeigten sich bei dem Rundgang in der Pflanzschule sehr interessiert an den vielfältigen Möglichkeiten, den Wald aufforsten zu können. Danach ging es mit Wolf Noack vom Forstdezernat auf die Pirsch. Er stellte die vielfältige Tierwelt im Wald vor und beauftragte die Klasse mit Aufgaben, die nur mit Ideenreichtum und Verantwortungsübernahme gelöst werden konnten. Die Übungen sollten dabei die soziale Kompetenz und den Teamgeist fördern. Bei der Nachtwanderung konnten die Schüler ihren Mut unter Beweis stellen.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Waldarbeit und begann pünktlich um 7 Uhr mit dem Frühstück. Unter Anleitung von Wolf Noack wurde nach Besprechung von Arbeitssicherheitshinweisen der Bau von drei Hochsitzen aus Fichtenstangen durchgeführt. Mit Reppeleisen, Bügelsägen, Hämmern, Bohrern und Meterstäben machten sich die Schüler an die Arbeit. Es wurde an einem vorhandenen Hochsitz Maß genommen.
Die Schüler mussten darauf achten, dass die Nägel vollständig versenkt sind, keine Nagelspitzen hervorstehen und die Leitersprossen doppelt genagelt sind. Die im Revier Heubach eingesetzten Hochsitze sollen schließlich den Qualitätsanforderungen des Alltags standhalten. Am Nachmittag konnten die drei Hochsitze Revierförster Henning Fath ihrer Bestimmung übergeben werden.
Zum Abschluss dieser zwei erlebnis– und arbeitsreichen Tage wurden die mit Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis erarbeiteten Regeln überprüft und bewertet. Das Fazit der jungen Waldarbeiter war, dass Teamarbeit erst gelingen kann, wenn alle sich an die selbst aufgestellten Regeln halten.

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