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Fast 40 000 Euro Fördermittel

Die gesetzlichen Krankenkassen in Ostwürttemberg unterstützen mit finanziellen Zuwendungen die Arbeit von über 400 Selbsthilfegruppen.

Samstag, 25. April 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
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OSTALBKREIS (pm). Im Rahmen der so genannten „Gemeinschaftsförderung“ für Ostwürttemberg konnten bei der ersten Vergabesitzung für das Jahr 2009 bereits über 39 000 Euro an 86 Selbsthilfegruppen bewilligt werden. Mit der Gesundheitsreform wurde die Förderung der Selbsthilfe gesetzlich neu geregelt. Hatten die Selbsthilfegruppen früher bei verschiedenen Krankenkassen Anträge einzureichen, so wurde der Verwaltungsaufwand nun reduziert und es genügt, einen Antrag auf Pauschalförderung zu stellen.
Ein Vergabegremium aus Krankenkassenvertretern und Vertretern der Selbsthilfe entscheidet über die Anträge der Selbsthilfegruppen. Im vergangenen Jahr wurden bereits 44 268 Euro an 103 Selbsthilfegruppen ausgezahlt. „In diesem Jahr ist sicherlich mit einem Anstieg der Anträge zu rechnen“, so Hubert Fischinger, stellvertretender Geschäftsführer der Innungskrankenkasse (IKK) Ostwürttemberg und Federführer der regionalen Fördergemeinschaft. Er weist darauf hin, dass im Oktober 2009 nochmals eine Vergabesitzung von Fördergeldern stattfindet. Bis zum 30. September 2009 können Selbsthilfegruppen ihren Antrag auf Pauschalförderung bei der IKK Ostwürttemberg, Curfeßstraße 4 – 6, 73430 Aalen oder bei jeder anderen gesetzlichen Krankenkasse einreichen. Die Antragsformulare für Pauschalförderung sowie auch für die spezielle Projektförderung erhalten die Selbsthilfegruppen ebenfalls bei allen gesetzlichen Krankenkassen in der Region.
Durch die Fördergelder können die Selbsthilfegruppen beispielsweise ihre laufenden Ausgaben für Porto und Telefon wie auch Kosten für Büroausstattung und Mitgliederzeitschriften oder für einen Internetauftritt bezahlen. „Die Krankenkassen wissen das große Engagement von Selbsthilfegruppen für das Gesundheitswesen zu schätzen“, so Fischinger. „Wer krank ist, braucht oft nicht nur medizinische Hilfe. Gespräche und andere Hilfsangebote von ebenfalls Betroffenen sind vielfach genauso wichtig, um mit der Erkrankung fertig zu werden. Qualität und Nutzen der meist ehrenamtlichen Arbeit sind unumstritten und sehr wichtig“.

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