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FC-​Städtereise 2009: Große Erlebnistour der Eschacher nach Polen

Mit der „HARRY“-Reise des 1. FC Eschach fuhr man dieses Jahr ins nördliche Polen – früher Ostpreußen – nach Stettin und Danzig, in ein schönes, weites Land an der Bernsteinküste.

Samstag, 11. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 55 Sekunden Lesedauer

ESCHACH (pm). Sehr früh am Morgen begrüßte Fritz Hammer als Reiseleiter im Bus alle Mitreisenden und freute sich besonders über einige neue Gäste. In rascher Fahrt war man auf der Autobahn über Bayreuth im sächsischen Vogtland.
Gut in der Zeit konnte sogar in Dresden ein Stop eingelegt und die großartige Marienkirche besucht werden. Bei einer Andacht mit anschließender Führung waren die Eschacher Besucher tief bewegt von der Baukunst und Geschichte dieses Gotteshauses. Anschließend gab es vor der imposanten Kulisse der Semper-​Oper aus der Bordküche des Busses eine willkommene Stärkung.
Am Spätnachmittag überquerte man die polnische Grenze in Richtung Stettin.
In einem Panorama-​Hotel am Stadtrand waren die Eschacher sehr gut untergebracht, und man erlebte zusammen einen schönen ersten Abend.
Am nächsten Morgen wollten die Ausflügler Stettin, heute Szczecin, besuchen. Bei einer sehr interessanten „völkerverbindenden“ Stadtführung sahen die Reiseteilnehmer großartige Baudenkmäler, sehr schöne Jugendstil-​Häuser, Kirchen, das alte und ein neues Rathaus, Sternplätze, immer wieder schöne, grüne Parkanlagen und zum Schluss das weiße stolze Schloss der pommerschen Fürsten.
Die Weiterfahrt durch die bezaubernde pommersche Landschaft mit vielen besetzten Storchennestern auf den Kaminen der kleinen Häuschen ging nach Habichtsberg, heute Jastrebia Gora, an der Bernsteinküste, direkt an der Ostsee, ins Hotel „Astor“ zur Übernachtung.
Nächster großer Programmpunkt war ein Ausflug zum Slowinski-​Nationalpark mit seinen bis zu 50 Meter hohen Wanderdünen, die die Eschacher tapfer bestiegen um einen herrlichen Blick auf die Ostsee zu haben. Dieses Gebiet gehört zur region Kaschubei, halb vergessenes Land dreier Kulturen, eingeklemmt zwischen Pommern und Danzig, mit Menschen, die nicht Polen, nicht Deutsche, sondern kaschuben sind.
Im Dorf Kluki, im dortigen Freilicht-​Museum, erlebte man, wie der kasubische Volksstamm vor etwa 200 Jahren gelebt und gearbeitet hat, und beim anschließenden Folklore-​Abend erfreuten die Kaschuben in ihren schönen Trachten mit ihrer Musik, Tanz und Gesang, alle Besucher. Die Busfahrt danach war ebenfalls erfüllt mit deutschen Liedern sowie schwäbisch-​hochdeutscher, polnischer Konservation mit Reisebegleiterin Ewa.
Ein weiterer Höhepunkt dieser Erlebnistour war am folgenden Morgen Danzig. Vor der Stadtführung per Bus und zu Fuß besuchte man die berühmte Kathedrale „zur Dreifaltigkeit“ und hörte dort ein kurzes aber gewaltige Orgelkonzert.
Danzig selbst beeindruckte durch prächtige Patrizierhäuser in der Langgasse und dem Langen Markt, den schönen Neptun-​Brunnen und das Rathaus, sowie die Marienkirche mit königlicher Kapelle. Der historische Königsweg, heute die Promeniermeile Danzigs mit Cafés und Restaurants, beginnt am „Goldenen Tor“ und führt zum „Grünen Tor“. Dort gab es auch für die Damen der Reisegruppe wunderschönen Bernstein-​Schmuck zu bewundern.
Vor dem Tor 2 zur Danziger Werft, früher Lenin-​Werft, erinnerte man sich an die streikenden Werftarbeiter und Demonstranten von 1970/​80, für die hier ein eindrucksvolles Denkmal errichtet wurde. Trotz allem sieht man in der früheren Hansestadt Danzig das Licht der neuen Zeit! Sehr beeindruckt waren alle vom anschließenden Besuch in Marienburg, bei der Besichtigung der größten mittelalterlichen Bau– bzw. Wehranlage dieser Art in Europa mit seinem Hochmeisterschloss – alles in Backstein-​Gotik. Im 13. Jahrhundert das Machtzentrum der Ordensritter. Ein großes Erlebnis!
Ein „bunter Abend“ im Hotel mit Eugen Stoll und seiner Ziehharmonika und fröhlichen Liedern beschloss diesen ereignisreichen Tag.
Am vorletzten Tag ging die Fahrt durch Pommern, Köstlin, immer der Küste entlang, über Swinemünde zur Fähre auf die Insel Usedom. So war man am Nachmittag – nach einer langen Tour – wieder auf deutschem Gebiet.
Bei einer Rundfahrt wurden die Ferienorte Ahlbeck und Heringsdorf mit ihren prächtigen sehr schön renovierten Villen und einladenden Seepromenade bewundert.
Im Ostseebad Trassenheide, in einem Waldhotel, inmitten unberührter Natur, saß man abends zum letzten Mal gutgelaunt zusammen. Der Abfahrtstag begann sehr früh mit einer Gebäudebesichtigung in Penemünde, auf dem Versuchsgeländer der V2-​Entwicklung im 2. Weltkrieg.
Danach ging es schon heimwärts Richtung Ockermark, Stettin, Berlin, frühere Zonengrenze und war im Fichtelgebirge bereits im Frankenland. In Himmelskron bei Bayreuth wurde noch einmal eine Pause eingelegt, und dann waren die Eschacher fast schon zu Hause.
Herzliche Dankesworte von Fritz Hammer gab es an alle, die zu dieser schönen und sehr interessanten Reise beigetragen haben und es hieß – auf Wiedersehn 2010!

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