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Flurneuordnung Iggingen: Übergabe der Asphaltwege an Iggingen, Täferrot und Heuchlingen

In der Flurneuordnung Iggingen gehen die Wegbauarbeiten dem Ende entgegen. Seit September 2007 wurden in Iggingen rund 36 km Asphalt-​, Pflasterspur– und Schotterwege durch die Teilnehmergemeinschaft neu hergestellt.

Samstag, 04. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 29 Sekunden Lesedauer

IGGINGEN (oak). Vor Kurzem fand für die bisher neu hergestellten Asphaltwege die bautechnische Abnahme und die Übergabe an die betroffenen Gemeinden Iggingen, Täferrot und Heuchlingen im Beisein der Bürgermeister Stöckle, Renner und Lang statt. „Mit dem heutigen Termin geht die Unterhaltungslast dieser Wege auf die Gemeinden über“, so die leitende Ingenieurin Brigitte Winkler von der Flurneuordnungsbehörde beim Landratsamt. Die Übergabe der Pflasterspur– und Schotterwege, die komplett in Eigenregie der Teilnehmergemeinschaft unter der Federführung ihres Vorsitzenden Alfons Maier hergestellt wurden, erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Damit verfügt vor allem die Gemeinde Iggingen über ein komplett neues Wegenetz, das den Anforderungen der Landwirtschaft für die nächsten Jahrzehnte gewachsen ist und gleichzeitig von der Bevölkerung zum Wandern, Radeln und Joggen genutzt werden kann. Die Wegebaukosten von rund 3,5 Mio. Euro wurden mit 79 Prozent von EU, Bund und Land bezuschusst. Die restlichen 21 Prozent tragen die Grundstückseigentümer und die Gemeinden selbst. Als nächster Abschnitt in der Flurneuordnung folgt die Vermessung des neuen Wege– und Gewässernetzes. Seit Mai diesen Jahres sind Mitarbeiter des Landratsamtes Ostalbkreis und der Teilnehmergemeinschaft Iggingen damit beschäftigt, die neu geschaffenen Wege mit Grenzmarken abzumarken und aufzumessen.
Zur Aufmessung werden auch die modernsten Geräte, die es derzeit auf dem Markt gibt, eingesetzt. Mit einem sogenannten SAPOS-​Rover (Messinstrument mit Unterstützung des Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung) wird jeder einzelne zuvor örtlich markierte Punkt per GPS (Global Positioning System) zentimetergenau aufgemessen und mit einem elektronischen Feldrechner digital erfasst. Diese digitalen Daten bilden die Grundlage für die weiteren Arbeitsschritte in der Flurneuordnung. Zunächst werden Karten erstellt, in denen das neue Wege– und Gewässernetz das Gerippe für die neuen Acker– und Wiesenblöcke bilden. Sobald die Flächen und Bodenwerte der neuen Acker– und Wiesenblöcke komplett vorliegen, werden mit den Grundstückseigentümern beim sogenannten „Wunschtermin“ die Neuzuteilung ihrer Grundstücke besprochen. Bei einem Verfahrensgebiet von über 1100 Hektar sind diese Arbeiten sehr zeitaufwendig und werden deshalb noch ein paar Jahre bis zum Wunschtermin in Anspruch nehmen.

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