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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Regionales Guggenmusiktreffen und Begrüßung des Silbermännle

Die festfreudigen Gmünder können’s mal wieder kaum erwarten: Auf dem oberen Marktplatz wartet der frisch gesetzte Weihnachtsbaum noch auf seinen Einsatz als Krönung des Weihnachtsmarktes, doch am unteren Marktplatz wird schon Straßenfasnet gefeiert: Traditionsgemäß wurde gestern Abend zum Faschingsauftakt das Gmünder Silbermännle begrüßt.

Sonntag, 14. November 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
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SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Unüberhörbar näherte sich gestern schon am Spätnachmittag die Fasnet. Denn in der Guggenhochburg Schwäbisch Gmünd ist der Einstieg in die fünfte Jahreszeit zunächst eine Sache Schrägton– und Kostümkünstler. Zum „16. GmendrGuggaTreff“ wurden wieder Guggenkapellen aus der Region begrüßt. Und die werden immer mehr, so dass eine Auswahl getroffen werden muss. Denn die Verantwortlichen wollen ja nicht gleich zum Faschingsauftakt die Größenordnung des Internationalen Guggenmusiktreffens ansteuern.
Zwölf Guggenmusikkapellen aus der Umgebung waren mit von der Partie: Birkenschnalzer-​Gugga Bartholomä, Freiw. Guggenmusik Überdruck, Geslach-​Gugga Göggingen, Gmendr Gassafetza, Nausstragger Wäschenbeueren, Omsnomgugga Weiler i.d.B., Oschtalb Ruassgugga, Remstalgugga Bäbenga, Riasrandgugga Geisle, Schwoba-​Gwiddr Oberkochen, Stäära-​Gugga Donzdorf und Waldstetter Lachabatscher.
Um genau 18.15 Uhr feuerte Organisator Robert Frank den Startschuss für den Sternmarsch ab. Ja, hat der denn ein „Knälle“ fragten sich viele Freunde und Bekannte und gratulierten ihm prompt zum 40er-​Fest, weil’s so einen Böller auf dem Marktplatz ansonsten nur beim Eintritt ins Schwabenalter gibt. Aus den Gassen bewegten sich die Guggenkapellen geisterhaft zum Spital.
Ein Platz fürs Silbermännle auf der Landesgartenschau?
Dann der Höhepunkt mit Nebel– und Lichteffekten. Die Türe öffnete sich. Die Tollitäten mit dem Gmünder Prinzenpaar Birgit die Erste und Christian der Erste, dem närrischen Schultes Sabine die Pfiffige und dem Zeremonienmeister Daniel der Absolute kamen zum Vorschein. Dazu rund 70 Gardemädchen. Bei diesem Anblick verlor Moderator Eberhard Kucher fast die Hauptfigur aus den Augen: Das Gmünder Silbermännle aus dem Klosterwald von Gotteszell.
Mit viel Hallo begrüßten die Gmünder den guten Geist der Gold– und Silberstadt. Der Legende nach hat dieser Schutzgeist der Gold– und Silberschmiede und Glücksbringer (in dieser Saison sogar Faschingsabzeichen!) schon vor 500 Jahren dafür gesorgt, dass es der Stadt immer gut gehen möge. Eigentlich wäre für den Gnom ein Denkmal fällig, vielleicht auf dem Gartenschaugelände?
Mit einem lautstarken und farbenprächtigen Umzug geleiten Guggenmusikkapellen und Garden das Silbermännle sicher übers gefährliche Marktplatzpflaster. Hinüber ging’s zum Predigerm, wo im Innenhof bis tief in die Nacht Guggenparty angesagt war.

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