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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 26. November 2010

Rohbau der Moschee im muslimischen Gemeindezentrum wird jetzt mit der Kuppel gekrönt /​Aufwertung des Stadteingangs Nord

Galerie (2 Bilder)

Seit gestern ein echter Hingucker: Die neue Moschee der Schwäbisch-​Türkisch Gmünder Ditib-​Gemeinde nimmt Gestalt an. Mit der Betonschalung wird die Kuppel sichtbar, ebenso der große Gebetsraum für bis zu 1000 Besucher.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). An der Becherlehenstraße wird damit die größte Moschee im Remstal gebaut. Gleichzeitig will die muslimische Gemeinde auch einen Beitrag zur städtebaulichen Aufwertung des Stadteingangs Nord leisten. Erst am Mittwoch wurde das drängende Thema auch im Hinblick auf die Landesgartenschau erneut erörtert: Die Mutlanger Straße (B 298) mit ihren teils renovierungsbedürftigen Häuserzeilen müsse dringend aufpoliert werden. Mit Freude wurde registriert, dass die muslimische Gemeinde nicht nur ihr großes Projekt eines Gemeindezentrums in Angriff nahm, sondern auch bekundet habe, einen gutnachbarschaftlichen Einfluss geltend zu machen, damit dieses Viertel insgesamt eine städtebauliche Aufwertung erfährt. Einige Hausbesitzer sind ja schon mit gutem Beispiel vorangegangen. Das Gemeindezentrum entsteht in zwei Bauabschnitten im ehemaligen Topbau-​Baumarkt, der hierzu teilweise abgerissen wurde, um zunächst hauptsächlich mit dem Bau der Moschee beginnen zu können. Diese befand sich bislang an der Bahnhofstraße und musste den Baumaßnahmen für die Landesgartenschau Platz machen. Das Millionenprojekt wird übrigens rein aus der religiösen Selbstverpflichtung von Spenden der Gläubigen finanziert. Die Ditib-​Gemeinschaft ist bundesweit der mit Abstand größte Zusammenschluss von muslimischen Gemeinden und vertritt ein sehr offenes und tolerantes, europäisch-​modernes Islam-​Verständnis. Vorsitzender Ismail Ötztürk und seine Mitstreiter vom Gmünder Moschee-​Verein bekräftigen immer wieder, dass sie dieses Projekt auch als Teil der Integration sehen. Auch mit sozialen Einrichtungen, die in diesem Gemeindezentrum vorgesehen sind, wollen die Türkisch Gmünder verstärkt kommunale Mitverantwortung tragen. Der offene Charakter des Bauwerks soll auch optisch zum Ausdruck kommen: Im zweiten Bauabschnitt wird der südliche Teil des Anwesens völlig umgestaltet und mit einer modernen, symbolträchtigen Fensterfront in Richtung Innenstadt versehen. Zu bewundern ist derweil deutsch-​türkische Zimmermannskunst bei der Erstellung der Betonschalung. Die Kommentare der Betrachter sind unterschiedlich: Vom Petersdom in Rom bis zur Kuppel auf dem Reichstagsgebäude zu Berlin reichen die Vergleiche.
 

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