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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Halbseitige Sperrung zwischen Mutlangen und Lindach nötig

So sicher wie Weihnachten und Ostern kommt auch der Erdrutsch zwischen Lindach und Mutlangen immer wieder. Eine dauerhafte Sanierung wäre zwar technisch durchaus möglich, aber aufgrund der sehr hohen Kosten unwirtschaftlich. Seit gestern früh ist die Straße nur noch halbseitig befahrbar. Von Gerold Bauer

Mittwoch, 19. Januar 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
55 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND/​MUTLANGEN. „Mal wieder“, sagte Johannes Zengerle von der Bauleitung Gmünd gestern in Bezug auf die breiten Risse und Senkungen im Asphalt. Erst im Sommer 2010 habe man die Fahrbahn saniert – in der Hoffnung, dass es mindestens ein Jahr hält. Nun seien die Schäden schon nach einem halben Jahr erneut aufgetreten. Das Problem bestehe im Knollenmergel-​Untergrund, denn in knapp 20 Metern Tiefe befinde sich eine „Gleitschicht“, auf der das Erdreich „schwimmt“ und nach starken Regenfällen in Bewegung kommt. Weil die Grenze dieser Scholle in Längsrichtung mitten durch die Fahrbahn läuft, rutscht eben immer wieder die halbe Straße ein paar Zentimeter talwärts.
Um dieses Problem permanent zu lösen, könnte man die Straße als Brücke auf Pfähle stellen (die dann aber über 20 Meter tief bis in den Boden reichen müssten). Auch Ankersicherungen sind nach den Worten des Fachmanns denkbar. Dies zu realisieren würde freilich Baukosten in Millionenhöhe mit sich bringen, so dass es selbst langfristig günstiger sei, immer wieder die betroffenen 300 Meter oberflächlich zu sanieren. „Das werden wir im Frühjahr wieder machen, sagte Zengerle.

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