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Krankenstand insgesamt unverändert, im Altkreis Schwäbisch Gmünd sogar um 0,2 Prozent gesunken

Der Krankenstand in Ostwürttemberg ist nach AOK–Angaben seit 2008 nicht gestiegen. Dieses Ergebnis einer Studie wird auch auf das Engagement der Unternehmer zurückgeführt: „Die Betriebe kümmern sich um Gesundheitsfürsorge“.

Samstag, 12. März 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 46 Sekunden Lesedauer

OSTWÜRTTEMBERG (pm). Eine Auswertung der AOK Ostwürttemberg zu den Fehlzeiten ihrer pflicht– und freiwillig versicherten Mitglieder weist für das Jahr 2010 einen Krankenstand von 4,8 Prozent (Altkreis Aalen: 4,6%; Altkreis Schwäbisch Gmünd: 4,5%; Landkreis Heidenheim: 5,2%) auf. Dies entspricht exakt dem Vorjahreswert.
„Dass der Krankenstand nicht gestiegen ist, führen wir auch auf das Engagement der Unternehmer zurück: Mehr als 60 Betriebe kümmern sich mit unserer Unterstützung um gesundheitsorientierte Vorsorge am Arbeitsplatz“, sagt Jörg Hempel, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg.
Nach der AOK–Auswertung ist im Altkreis Schwäbisch Gmünd der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr sogar um 0,2%-Punkte auf 4,5% gesunken. Jeder Arbeitnehmer konnte im Schnitt an 13,3 Tagen wegen Krankheit nicht zur Arbeit kommen. Statistisch gesehen ist mehr als jeder zweite Beschäftigte (58 Prozent) 2010 mindestens einmal krankgeschrieben worden. Erneut sind Ursache Nummer eins Muskel– und Skeletterkrankungen (insbesondere Rückenerkrankungen), gefolgt von Verletzungen und Vergiftungen, Krankheiten des Atmungssystems, psychischen Krankheiten und Krankheiten des Kreislaufsystems. Fast 66 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage gingen auf diese Gruppen zurück.
Eine leichte Zunahme verzeichnete der Altkreis Schwäbisch Gmünd bei den psychischen Erkrankungen. Hempel erklärte der RZ: „Auf dieses Krankheitsbild fielen 9,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage, 2009 waren es noch 9,3 Prozent. Hier wollen wir eine bessere und schnellere Versorgung der Patienten mit dem Facharztvertrag Neurologie/​Psychiatrie erreichen, den wir dieses Jahr noch schließen werden.“
Die AOK hält die gesundheitsorientierte Vorsorge am Arbeitsplatz für einen der wichtigsten Ansatzpunkte um den Krankenstand zu senken. Firmen, die sich hierbei engagieren wollten, stellt die AOK Ostwürttemberg zum Beispiel spezielle Krankenstandsanalysen zur Verfügung. Mit deren Hilfe können mögliche Krankheits– und Belastungsschwerpunkte ermittelt und, darauf aufbauend, am Bedarf und den Möglichkeiten des Unternehmens orientierte Gesundheitsmaßnahmen entwickelt werden.
2010 machten laut AOK wieder über 60 Unternehmen in Ostwürttemberg von dieser Möglichkeit Gebrauch. „Aufwendungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung sind steuer– und sozialabgabenfrei, soweit sie den Betrag von 500 Euro pro Mitarbeiter und Kalenderjahr nicht übersteigen“, betont Hempel. Möglich mache dies das weiterhin geltende Jahressteuergesetz 2009, das den finanziellen Aufwand der Betriebe für die Durchführung von sogenannten BGM-​Maßnahmen verringert.

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