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» Ostalb | Freitag, 25. Mai 2012

Durlangen: Eindeutiges „Ja“ zum Windpark

Ausführlich hat sich der Durlanger Gemeinderat gestern Abend erneut mit dem Interkommunalen Windpark Täferrot/​Durlangen auseinandergesetzt. Die Inangriffnahme des Projekts wurde von den Bürgervertretern mit deutlicher Mehrheit bestätigt.


DURLANGEN (hs). Es ging konkret um den Abschluss eines Nutzungsvertrags zwischen der Schweizer Honold Windenergie Projekt GmbH & Co KG und der Gemeinde Durlangen. Bürgermeister Dieter Gerstlauer verwies zunächst auf die Bürger– und Informationsveranstaltungen zum Thema, aus denen sich nunmehr das weitere Vorgehen konkretisiert habe. Der Windenergie-​Projektentwickler befinde sich nunmehr in der Phase einer so genannten Flächensicherung. Hierbei gebe es Verhandlungen mit den jeweiligen Grundstückseigentümern, zu denen nun auch die Gemeinde selbst zähle. Das Vertragswerk mit der Gemeinde sei also deckungsgleich mit denen, die auch den privaten Grundstückseigentümern vorgelegt werde. Das Windenergieunternehmen brauche jetzt gewisse Planungssicherheit, um alle weiteren Standortuntersuchungen in die Wege zu leiten. Und diese Schritte gehen nun richtig ins Geld, so beispielsweise etwa 60 000 für ein Windgutachten. Auch von den nun in die Wege geleiteten Naturschutzgutachten hänge die Frage ab, wie der geplante Windpark tatsächlich dimensioniert und platziert werde. Angedacht sind maximal fünf Windenergieanlage der neuesten Generationen, sprich mit einer Nabenhöhe von 140 Metern. Einschließlich der Rotorblätter werde gerne der Vergleich mit der Höhe des Ulmer Münsters herangezogen. Die exakte Höhe sei aber noch nicht bekannt. Aus all diesen Untersuchungen resultieren schließlich die Wirtschaftlichkeitberechnungen. „Ich denke, es ist ein guter Vertrag“, so erklärte der Bürgermeister zum vorliegenden Nutzungsvertrag und erbat daher die Zustimmung des Gemeinderats.
Die Bürgervertreter hatten noch zahlreiche Detailfragen und brachten auch zwei Änderungsanträge ein. Den Weitestgehenden vertrat Kritiker Harald Körner: Er habe sich anhand der bestehenden Windenergieanlagen bei Ruppertshofen informiert und berichtete über Lärmbelästigungen und Schlagschatten. Er könne das Projekt nicht befürworten. Gemeinderat Karl Fischer zeigte sich besorgt anhand eines Hinweises im Vertragswerk auf eine mögliche Nutzung der Windradtürme auch als Mobilfunkmasten. Er forderte daher die Aufnahme eines grundsätzlichen und frühzeitigen Nein der Gemeinde in den vorliegenden Nutzungsvertrag.
Weitere Nachfragen betrafen auch die Rücksichtnahme auf teils seltene Vogelarten im Gebiet des projektierten Windenergieparks sowie die Leitungswege für die Einspeisung ins Stromnetz. Was den Naturschutz betrifft, erklärte der Bürgermeister einen Zeitraum von einem Jahr für die Naturschutzgutachten, um alle Jahreszeiten erfassen zu können. Allein schon aus Wirtschaftlichkeitsgründen sei nicht daran gedacht, am Windpark auch eine Trafostation zu bauen.
Der Antrag von Karl Fischer für ein kategorische Nein zur Mobilfunknutzung der Windradmasten fand nur zwei Befürworter, während sieben Gemeinderäte den Vertragsentwurf als ausreichend bezeichneten. Es gab sogar die Meinung, dass es vielleicht sogar besser wäre, diese Masten in deutlicher Distanz zu Wohngebieten zu nutzen als neue Mobilfunktürme in Ortsnähe zu bauen. Karl Fischer widersprach, denn die Strahlenbelastung wirke wie das Licht eines Leuchtturms auch über große Distanzen hinweg.
Bei der grundsätzlichen Abstimmung über den Nutzungsvertrag gab es zehn Ja-​Stimmen. Lediglich Harald Körner votierte gegen dies erste Konkretisierung des Projekt Interkommunaler Windenergiepark Durlangen/​Täferrot.

 

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