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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 06. Januar 2013

Trauer um Rudolf Sauter

Die PH trauert um ihren Ehrenbürger, einstigen Prorektor und ein Ehrenmitglied des Vereins der PH-​Freunde; die Kulturschaffenden würdigen seine Verdienste. Vor allem aber hat sich Prof. Dr. Rudolf Sauter als passionierter Mundartdichter einen Namen gemacht. Am Samstag ist er in St. Anna verstorben.

SCHWÄBISCH GMÜND (rz). Aufgewachsen in Hussenhofen und Gmünd, studierte Rudolf Sauter am Pädagogischen Institut und wurde zunächst Volksschullehrer. Nach einem weiteren Studium an der Universität Tübingen promovierte er zum Dr. phil. – Thema der Dissertation: „Vorbilder und Idole: Untersuchungen über Grenzen und Möglichkeiten der Schulerziehung“. Später lag ihm insbesondere die „Vorbildpädagogik“ des polnischen Pädagogen Janusz Korczak am Herzen. Zunächst zog es ihn bis 1959 zurück in den Schuldienst, erst dann kam er ans PI Gmünd, aus dem später die PH wurde. 1967 bis zu seiner Pensionierung 1990 war er Professor für Schulpädagogik. In der Hochschulselbstverwaltung war er Prorektor, dann Leiter der schulpraktischen Ausbildung und Leiter der Außenstelle des Landeslehrerprüfungsamtes. Rudolf Sauter setzte sich unablässig für die Belange der Studenten ein – an seinem 60. Geburtstag etwa dankten sie ihm dies mit einem Fackelzug. Themen seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind z.B. „Lebensraum Kindergarten“ oder „Der Lehrer als Kollege“. Von sich reden machte er unter anderem mit einem frühen Plädoyer für die Ganztagsschule (1970), dem Schulgebet ’71, und der Arbeit „Sind Schüler in kombinierten Klassen benachteiligt?“(1985). Darüber hinaus arbeitete er im Gmünder Kulturleben mit, insbesondere im Arbeitskreis Kultur und im städtischen Theaterbeirat. Auch als Verkehrspädagoge machte er sich verdient, wofür er 1992 den Preis des Deutschen Verkehrspädagogischen Instituts erhielt; mit dem Lehrplan für Verkehrserziehung betrat er Neuland. Populär wurde Rudolf Sauter auf einem anderen Gebiet: Der Literaturfreund, Mitinitiator des Literaturkreises 77 und Herausgeber von Stücken des schwäbischen Volkstheaters, war selbst erfolgreicher schwäbischer Mundart-​Autor mit mehreren Gedichtbänden wie „Oms Nomgugga” (1981), das später Pate stand für eine Guggenkapelle „B’hüet di Gott, Alois“ (1984), „Guet g’sait“ (1987), und insbesondere 1987 mit „Mit dem Herrgott auf du und du. Gespräche mit dem lieben Gott“ war er erfolgreich. 1990 folgte „Ach, du großer Gott! Neue Gespräche mit dem lieben Gott“; „Jetz gugg au do na. Schwäbische Miniaturen“ war seine letzte Publikation.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 87 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 2166 Tagen veröffentlicht.


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