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Lokalnachrichten

Freitag, 04. Oktober 2013

Baubeginn für den Aussichtsturm „Himmelsstürmer“ im Landschaftspark Wetzgau /​Noch keine Kostenschätzung für den erweiterten Brandschutz

Galerie (4 Bilder)

208 Tage vor der Landesgartenschau wurde gestern mit dem Bau der 208 Stufen des Himmelsstürmer begonnen – in Aufbruchstimmung wurde der erste Spatenstich gefeiert; gleichzeitig gab es Informationen zu Brandschutz, Holzspende und Sponsorenwürdigung.


SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Jetzt im Herbst werden die Fundamentplatte und der Besonsockel gebaut; der eigentliche Turm ist im Frühjahr schnell gebaut: „Die Fertigstellung bis zur Gartenschau ist sichergestellt“, versicherte Projektleiterin Lisa Böhl von der Landesgartenschau GmbH. Das wollten sie hören, die viele Gäste, Nachbarn, Sponsoren, vom Freundeskreis gar nicht zu reden. Ein junger Familienvater aus Wustenriet wollte sehen, wie seine „Viertelstufe“ auf den Weg gebracht wird: „Im Sommer war ich mit dem Kran oben; man wird vom Turm aus bis zu uns sehen können.“ Rehnenhof-​Bewohner Rudolf Sommer hat einen Spiegel gespendet und freut sich wie alle anderen Spatenstich-​Beobachter am Freitag sehr auf den Turm: „Momentan ist das aber schon ein Problem mit all dem Lärm und dem Staub. Das will ausgehalten werden.“
Nachbesserungen dienen
dem Brandschutz
Wie berichtet, sorgte die Aufregung rund um den gesperrten Stuttgarter Fernsehturm dafür, dass eine ganze Reihe von Bauprojekten auf den Prüfstand gestellt wurde; auch für den Himmelsstürmer galt es, das Brandschutzkonzept zu überarbeiten, bis endlich die Baugenehmigung erteilt wurde. Drei Maßnahmen vor allem wurden in Abstimmung unter anderem mit Kreisbrandmeister Otto Feil, dem Chef der Gmünder Gesamtwehr Ralf Schamberger und Bernd Maier vom Baurechtsamt erarbeitet, damit das Ganze genehmigungsfähig wurde – Probleme, die es etwa bei Hagberg– oder Altenbergturm noch nicht gegeben hatte. Wichtigste Veränderung, erläuterte LGS–Planerin Sabine Rieger, ist die Einteilung in Brandschutzabschnitte. Der untere Teil reicht bis in eine Höhe von 22 Metern – bis in diese Höhe kann die Wehr anleitern; für die FFW–Fahrzeuge gibt es eigens verfestigte Aufstellflächen am Turm.
Die Aufteilung in zwei voneinander getrennte Abschnitte verhindert auch ein Überspringen des Rauchs. Brennt’s unten, werden Turmbesucher in der Höhe von der Feuerwehr evakuiert; brennt es oben, sind sie unten schnell in Sicherheit. Neu ist zudem ein drei Meter hoher Betonsockel, der Brandstiftung erschwert.
Ganz wesentliche Änderung ist auch, dass das Brettsperrholz, aus dem der Turm besteht, verstärkt wird. In einem Maß, dass der Turm dem Feuer länger standhalten kann, was der Feuerwehr mehr Spielraum gibt, zu löschen und zu bergen. Die Schalung wird nicht hinterlüftet – das ist nicht üblich, soll aber den gefürchteten Kamineffekt verhindern. Auch dem „Feuerübersprung“ wird entgegengewirkt, indem Bleche zehn Zentimeter aus der Konstruktion ragen. „Es wird Mehrkosten geben“, erklärte Böhl, in welcher Höhe aber, darüber lasse sich noch gar nichts sagen. 300 000 Euro Gesamtkosten für den Turm waren veranschlagt; außerdem dass mindestens die Hälfte von Privatleuten bezahlt wird. Dieses Ziel ist schon jetzt so gut wie erreicht; von den 208 Stufen haben nur 20 noch keine Familie, kein Unternehmen für eine Patenschaft gefunden, auch eine ganze Reihe der 500 Spiegel tragen bereits einen Namen – in welcher Form diese Sponsoren gewürdigt werden, war später Thema bei einem Treffen in der „Krone“.
OB Arnold warb noch einmal kräftig für Stufen– und Spiegelkauf, vor allem ging er auf das Interesse und die engagierte Mitwirkung der Bevölkerung „von Anfang an“ ein. Beim Spatenstich bat er dann die „Bürger nach vorne“ – es sei schließlich deren Turm. Um es möglichst vielen zu ermöglichen, den Turm zu besteigen, werde es Absätze geben, die das „gruaba“, das Ausruhen ermöglichten.
Hannes Preiß sprach für den „zweitgrößten Stadtteil Wetzgau-​Rehnenhof“ lächelnd von der „granatenmäßigen Freude“ am Landschaftspark und am Turm. Scharenweise begutachteten die Menschen jeden Sonntag die Baufortschritte: „Es ist sagenhaft, was hier entsteht.“
Das Interesse am Himmelsstürmer ist in einem Freundeskreis gebündelt, aus dem Anfang 2014 offiziell ein Verein werden soll. Für den Freundeskreis sprach Siegfried Lautner allen, die Stufen oder Spiegel gespendet haben oder noch spenden wollen, ein herzliches Dankeschön aus. Er ging vor allem darauf ein, wie viel erreicht werden könne, wenn sich die Bürgerschaft motivieren lasse. Mit Blick auf OB Arnold: „Das geht aber nur, wenn ein Motivator begeistern kann.“ Er schwärmte vom zu erwartenden Blick und von der enormen Aufwertung, die der Stadtteil – der offiziell ja noch immer Stadtbezirk ist – erfahre. Mit all den Projekten der Gartenschau, mit Stadtumbau und Tunnel hätten Bürgerinnen und Bürger schon einiges zu tragen: „Aber ein Ende ist abzusehen, und bis April wird’s wunderschön.“ Er bat um weitere Unterstützung und sprach von der Freude, die es bereite, Anteil zu nehmen und zu haben an dem, was entsteht.
Bei der Sitzung in der Krone stellte „artismedia“ in Gestalt von Olaf Kühl einige Ideen vor, wie die Himmelsstürmer-​Sponsoren gewürdigt werden könnten. Siegfried Lautner informierte über die anstehende Vereinsgründung und die Aufgaben, die übernommen werden, und Helmut Stanzel, Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwäbischer Limes, gab einen Überblick über Ablauf und Erwartungen nach einem Anschreiben an die privaten Holzbesitzer, die ebenfalls um Unterstützung gebeten wurden.
 

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remszeitung.de/2013/10/4/baubeginn-fuer-den-aussichtsturm-himmelsstuermer-im-landschaftspark-wetzgau---noch-keine-kostenschaetzung-fuer-den-erweiterten-brandschutz/