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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 07. Mai 2013

Gebäudebrand in der Haußmannstraße

Galerie (6 Bilder)

Die Freiwillige Feuerwehr wurde am Dienstag um 14.20 Uhr zu einem Brand in der Haußmannstraße gerufen. Dort schlugen den Feuerwehrleuten schon die Flammen aus den Hausfenstern entgegen. Eine Frau erlitt eine Rauchverletzung, sonst kam niemand zu Schaden. Zwei Männer konnten das Haus unmittelbar vor einer Explosion verlassen, die sie andernfalls wohl getötet hätte. „Die können heute Geburtstag feiern“, kommentierte Revierchef Helmut Argauer den glücklichen Ausgang. Feuer in der Innenstadt, wo Haus an Haus steht, ist immer mit besonderen Problemen und Gefahren verbunden – so hatten die Rettungskräfte einen Großeinsatz zu bewältigen.

Gegenüber des Parler Gymnasiums brannte ein Wohn– und Geschäftshaus, das nach ersten Einschätzungen wohl Totalschaden erlitt. Die vier Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Haus befanden, konnten sich selbständig in Sicherheit bringen. Bei einer Frau wurde freilich eine Rauchvergiftung vermutet.
Um 14.15 Uhr wurden der Rettungsleitstelle ein lauter Knall und eine Verpuffung mit starker Rauchentwicklung an der Ecke Goethestraße/​Haußmannstraße gemeldet. Aufgrund der allen bekannten dichten Bebauung dort machten sich sofort eine große Zahl Rettungskräfte auf den Weg zum Schadensort.
Die Polizei sah den dichten Rauch bereits beim Blick durch die Fenster auf der Südseite des Reviers und war keine zwei Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort. Bereits in der ersten Lagemeldung unmittelbar darauf berichteten die ersten Kräfte vor Ort über offene Flammen im Obergeschoss.
Trotz etwas weiterem Weg waren auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr nur einen Augenblick später vor Ort. So konnte die Gmünder Wehr unter Leitung ihres Kommandanten Ralf Schamberger bereits 15 Minuten nach Beginn der Brandbekämpfung melden, dass das Feuer unter Kontrolle war und ein Übergreifen auf die Nebengebäude, teilweise nur wenige Meter neben dem Brandhaus verhindert werden konnte.
Im Brandausbruch befanden sich vier Personen im Gebäude. Zwei Männer arbeiteten in der Silberwarenfabrik, die das Erdgeschoss und das gesamte erste Obergeschoss einnimmt, zwei weitere Personen, eine Mutter mit ihrem 15-​jährigen Sohn, befanden sich in ihrer Wohnung im zweiten Obergeschoss. Alle vier flüchteten unmittelbar beim Erkennen der Gefahr und konnten sich so unverletzt selbst in Sicherheit bringen.
Die Gmünder Feuerwehr hatte die Drehleiter im Einsatz und bekämpfte noch lange Zeit nach Löschen des offenen Feuers Glutnester im Gebäude. Sie wurde im Laufe der Löscharbeiten von der Abteilung Straßdorf und der Abteilung Wetzgau, die den zum Betreten des Gebäudes notwendigen Atemschutz zuführte, unterstützt.
Die Feuerwehr war mit rund 50 Mann, darunter auch Kreisbrandmeister Otto Feil, zur Brandbekämpfung tätig. Der Rettungsdienst hielt vorsorglich zwei Rettungswagen und vorübergehend auch einen Notarztwagen mit Notarzt am Einsatzort bereit und auch die Schnelleinsatzgruppe des DRK war vor Ort eingesetzt. 15 Mann der Polizei, unter ihnen der Leiter des Gmünder Reviers Helmut Argauer, kümmerten sich zunächst um die Freihaltung der Rettungsnotwege, nachdem in Absprache mit der Feuerwehr klar war, dass keine unmittelbare Gefahr für umliegende Objekte mehr bestand und regelten den Verkehr um den Unglücksort herum. Noch im Laufe des Einsatzes betrieb die Polizei bereits erste Ursachenforschung.
Nach dem derzeitigen Stand der polizeilichen Ermittlungen brach der Brand aus, als zwei Männer im 1. Obergeschoss an einer Absaugeinrichtung einer wohl seit Jahren nicht mehr betriebenen Lackiermaschine Flexarbeiten ausführten. Dabei kam es zu einer Verpuffung und sofort zu einer starken Rauchentwicklung.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist, dürfte sich der Sachschaden am Gebäude zusammen mit dem beschädigten Inventar wohl in den Bereich einer halben Million Euro Schadenssumme bewegen.
Die Bewohner der Wohnung im Dachgeschoss, eine Mutter und ihre beiden Söhne – der ältere war beim Brandausbruch nicht zu Hause – werden vorläufig von der Stadt Schwäbisch Gmünd untergebracht.

 

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