Direkt zum Inhalt springen
Startseite Rems-Zeitung bei Facebook  Rems-Zeitung bei Google+  Rems-Zeitung bei Telegram  Rems-Zeitung bei Twitter  Rems-Zeitung bei Flipboard  Rems-Zeitung Alexa Skill  Rems-Zeitung als E-Paper  Kontakt
Ihre Ansprechpartner in der Lokalredaktion
Die Geschichte der Rems-​Zeitung
Ihre Ansprechpartner in der Werbeberatung
Unsere Mediadaten als PDF
Unsere Themenwelten /​Sonderveröffentlichungen
Ihre Ansprechpartner im Bereich Abo und Service
Kostenloses Probeabo
Kennenlernabo für Neukunden
Aktionsabo für Neukunden
Klassikabo / Digitalabo
Unser Leser werben Leser Prämienprogramm
Nachsendung und Lieferunterbrechung
Übersicht Leserreisen
Übersicht Bücher und mehr
Private Kleinanzeige online aufgeben
Schwäbisch Gmünd
Rosenstein
Lorch
Leintal/Frickenhofer Höhe
Schwäbischer Wald
Waldstetten/Stuifen
Welzheimer Wald
Ostalbkreis

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 30. Juli 2014

Pfarrer-​Luiz-​Weg am Leonhardsfriedhof als Geh– und Radweg eingeweiht.

Frei nach einem Goethe-​Zitat erinnerte OB Arnold am Mittwoch daran, wie Pfarrer Gebhard Luiz „lange geleuchtet und gewirkt hat“ in der Stadt. Damit „die Erinnerung an diesen wunderbaren Mann noch lange leuchtet“, wurde nun der Pfarrer-​Luiz-​Weg eingeweiht.


Von Birgit Trinkle
SCHWÄBISCH GMÜND. Der „wunderbare Mann“ und sein Leben wurden in der Feierstunde in vielerlei Weise gewürdigt, mit Worten und Musik; in liebevoller Erinnerung tauschten die Gäste „inoffiziell“ Anekdoten aus, die meist vom staubtrockenen Humor des Geistlichen zeugen. Die Pfadfinder vom Stamm Heilig Kreuz der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg , denen er eng verbunden war, sangen das Lied von den „flinken Händen, flinken Füßen“, davon, mitanzupacken, um die Welt besser zu machen: Wenige nur leben diesen Anspruch so konsequent, wie Pfarrer Luiz das getan hat. Die St. Michael-​Chorknaben gestalteten den musikalischen Teil der Segnung, Münsterpfarrer Robert Kloker versuchte, dem langjährigen Weggefährten gerecht zu werden, und nicht wenige Blumen wurden aufs Grab gelegt.
OB Richard Arnold zeichnete den Lebensweg des „couragierten und wahrhaften“ Geistlichen nach, einen Weg, der ihm viele Menschen sehr nahe gebracht hat, angefangen bei den Pfadfindern, bis hin zu den in der JVA Gotteszell inhaftierten Frauen – 35 Jahre war Luiz passionierter Gefängnisseelsorger, der sich vielfach für die Frauen einsetzte. Vor allem war der beliebte Seelsorger fast 60 Jahre aktiv Priester in Gmünd; ungezählt sind die, die er bestärkt, geleitet, getröstet, in ihrem Leben bereichert hat.
Großes Gottvertrauen prägte sein Welt– und Menschenbild: „Gott hat die Weichen in meinem Leben gestellt“, war sich Luiz sicher, und dieses Vertrauen strahlte er aus. Die Inhaftierung auf dem Hohenasperg unter den Nazis habe ihn geprägt aber nicht zerbrochen. Als er dem 99jährigen Pfarrer Luiz – wenige Tage vor dessen Tod am 27. Juli 2013 – im Gedenken an Katharina und Franz Czisch den Preis für Bürgercourage verlieh, hatte OB Arnold gesagt, die Stadt sei stolz darauf, dass ein Mann wie Pfarrer Luiz all die Jahre in ihr gelebt und sie mitgeprägt habe: Dem sei kaum etwas hinzuzufügen. „Wir sind stolz darauf und dies wollen wir auch sichtbar machen, nämlich mit der Benennung des neuen Fahrradwegs in Pfarrer-​Luiz-​Weg.“ Es sei ehrenvolle Aufgabe, so Arnold, dafür zu sorgen, „dass die Erinnerung an diesen wunderbaren Menschen noch lange leuchtet“.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 92 Sekunden.

Digital als Ausgabe-PDF oder klassisch mit Trägerzustellung:
Testen Sie die Rems-Zeitung 10 Tage kostenlos und unverbindlich!

Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1595 Tagen veröffentlicht.


QR-Code
remszeitung.de/2014/7/30/pfarrer-luiz-weg-am-leonhardsfriedhof-als-geh--und-radweg-eingeweiht/