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Lokalnachrichten

» Ostalb | Sonntag, 14. September 2014

Anwohner im östlichen Teil des Ostalbkreises hoffen auf eine neue B 29-​Trasse übers Härtsfeld

In Mögglingen konnten Bürger kürzlich aufatmen, als sie von einem baldigen Baubeginn der B-​29-​Südumgehung erfuhren. Auch im östliche Teil des Ostalbkreises hoffen Anwohner dieser wichtigen Verkehrsachse auf eine Entlastung. Durch die Ortsdurchfahrten von Aufhausen, Oberdorf, Bopfingen, Trochtelfingen und Pflaumloch rollen immer mehr Autos. Das Verkehrsaufkommen ist enorm. Studien belegen dies. Am Freitag hat nun das Landratsamt in Aufhausen eine Studie vorgelegt. Quasi die Pläne für eine neue Bundesstraße. Kosten: deutlich über 70 Millionen Euro.

OSTALBKREIS (mb/​ij). Ausgearbeitet hat die Machbarkeitsstudie der Geschäftsbereich Straßenbau beim Landratsamt. Sowohl dem Bundes– als auch dem Landesverkehrsminister wurde sie zugeleitet. Ziel ist, dass dieser Plan im ab 2015 gültigen Bundesverkehrswegeplan berücksichtigt wird.
Die Studie dokumentiert den aktuellen Ausbauzustand der B 29: bis Gmünd vierspurig, durch die Stauferstadt hindurch im Tunnel. Für den weiteren Ausbau zwischen Gmünd und Aalen/​Auffahrt A7 liegen fertige Baupläne vor. Die Umfahrung Mögglingen soll endlich gebaut werden. Auf bayerischer Seite verläuft die B 25 zwischen Nördlingen und Donauwörth teils dreispurig. Die Strecke bis Augsburg ist vierspurig ausgebaut. Übel sieht es im Moment zwischen der Auffahrt zur A7 und Nördlingen aus. Die Röttinger Höhe und die genannten Ortsdurchfahrten sind dem Verkehrsaufkommen nicht gewachsen. Von der Politik wurde der Ausbau der Röttinger Höhe angekündigt. 4,7 Millionen Euro soll der Bau einer dritten Fahrspur in diesem Bereich kosten.
Eine Umgehung Trochtelfingens samt Beseitigung des Bahnübergangs an der Kreisstraße 3316 würde etwa 22 Millionen Euro kosten, eine Ortsumfahrung Pflaumloch rund 21 Millionen Euro. Das Bundesministerium möchte diese beiden Umfahrungen indes als ein Vorhaben dargestellt sehen. Dann kosteten die 6,3 Kilometer gemeinsame Neubaustrecke um Trochtelfingen und Pflaumloch herum 27,4 Millionen Euro. Nicht geholfen wäre damit allerdings den Bopfingern und den Aufhausenern. Sie litten weiterhin unter dem hohen Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße. Die Ingenieurgesellschaft Dr. Brenner prognostiziert für Bopfingen bis zum Jahr 2015 eine Zunahme des Verkehrs von 2012 gezählten 16100 Fahrzeugen auf dann 23 000 pro Tag.
Vor diesem Hintergrund hat das Landratsamt den Plan entwickelt, der die B29 ab der Röttinger Höhe weiträumig um Bopfingen und die anderen Gemeinden entlang der Bundesstraße herumführt. Die Strecke würde zunächst in Teilen gewissermaßen am Härtsfeldrand verlaufen, dann wieder in Richtung Trochtelfingen und Pflaumloch drehen, um schließlich etwa dort, wo heute die B 25 nach Wallerstein abzweigt, in die alte B 29 zu münden. Zwei Varianten samt einer Untervariante stehen zur Diskussion. In der groben Streckenführung ähneln sich die Varianten sehr. Die Baukosten liegen je nach Variante zwischen 71 und 75,5 Millionen Euro. Für den Grunderwerb kämen 3,5 Millionen Euro hinzu. Zum Vergleich: Die Ortsumfahrung Mögglingen kostet voraussichtlich 67 Millionen Euro.
In Bopfingen-​Aufhausen sind über 300 Bürgerinnen und Bürger sind am Freitagabend in die Egerhalle geströmt. Ihr Interesse galt einer Machbarkeitsstudie für eine neue Trassenführung der B 29 zwischen Nördlingen und der A7 bei Westhausen. Landrat Klaus Pavel warb an diesem Abend um Unterstützung für die vom Landratsamt ausgearbeiteten Pläne. Riffinger Bürger stehen den Überlegungen indes eher kritisch gegenüber.
Mit Pavel warben die Bürgermeister Dr. Gunter Bühler aus Bopfingen, Wilibald Freihart aus Riesbürg und, Werner Kowarsch aus Lauchheim sowie Ortsvorsteher Helmut Stuber aus Aufhausen für das Konzept. Andreas Weiß, Leiter Geschäftsbereich Straßenbau beim Landratsamt, übernahm die fachliche Beurteilung der Machbarkeitsstudie. „Was ich ihnen heute vorstelle, ist noch keine Trassenplanung. Wir wollen nur aufzeigen, was überhaupt machbar ist“, betonte Pavel. Landrat Pavel äußerte auch Verständnis für die Einwände und Sorgen der Riffinger Bevölkerung und versprach, dass gemeinsam an Alternativen und Lösungen gearbeitet werde. Auf Initiative der CDU–Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange (Donau-​Ries) und Roderich Kiesewetter (Aalen-​Heidenheim) haben die Landräte und Landtagsabgeordneten aus Bayern und Baden-​Württemberg auch mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt über diese Möglichkeit diskutiert. Die Variante sei von der baden-​württembergischen Landesregierung so nicht für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet worden. Dagegen wehren sich die CDU- Politiker. Der Minister betonte, dass die Variante eine Chance für das Bewertungsverfahren für den Bundesverkehrswegeplan 2015 verdient habe.

 

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