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Go-​Ahead jetzt auf der Rems-​Bahn: Nicht alles klappte

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Foto: Go-​Ahead

Zu erwarten, dass mit der Übernahme des Betriebs auf der Remsbahn durch den neuen Anbieter Go-​Ahead alles ab sofort perfekt läuft, wäre wohl naiv gewesen. Es gab an den ersten beiden Betriebstagen auch Probleme. Das Unternehmen ist insgesamt aber mit seinem Angebot zufrieden.

Montag, 10. Juni 2019
Manfred Laduch
1 Minute 47 Sekunden Lesedauer

Mit dem kleinen Fahrplanwechsel am Pfingstsonntag hat Go-​Ahead seinen Betrieb auf der Remstal-​Strecke aufgenommen. Um Mitternacht rollte der erste reguläre Zug des Unternehmens in den Stuttgarter Hauptbahnhof ein und setzte sich pünktlich um 0.16 Uhr Richtung Karlsruhe in Bewegung.
Wie die Zuverlässigkeits-​Quote an den ersten beiden Tagen war und wo die Probleme lagen, steht in der Dienstags-​Ausgabe der Rems-​Zeitung. Außerdem haben wir eine Umfrage unter den ersten Bahn-​Reisenden der Go-​Ahead-​Ära gemacht. Und schließlich gibt es einen Kommentar:

Erst mal abwarten

THEMA: Die Rems-​Bahn und
ihr neuer Betreiber Go-​Ahead

Von Manfred Laduch

Menschen, die auf den Zug angewiesen sind, hatten auf der Remstal-​Strecke in den vergangenen Jahren so manchen Grund, sich über die Deutsche Bahn zu ärgern: Verspätete oder gleich ganz ausgefallene Züge, Wagenmaterial, bei dem man nie so recht wusste, welche Tür funktionierte, und welche nicht, Informationsdefizite vom Feinsten. Nun ist also Go-​Ahead am Start und es soll alles besser werden. Nimmt man das erste Betriebswochenende, fällt ein Urteil schwer. Vier von 115 Zügen sind wegen technischer Probleme ausgefallen. Das klingt nicht viel – wenn man nicht gerade auf einen solchen Zug wartete. Gut die Hälfte aller Fahrten sei pünktlich gewesen – dieser Wert lässt Fahrgäste auch nicht gerade jubeln. Dass es in den Zügen schön sei, wie einige der von uns befragten Reisenden betonten, braucht nicht zu verwundern. Schließlich ist das rollende Material brandneu. Dass man Fahrräder leichter in den Zug bekommt, diese dort aber nicht sicher abstellen kann, sollte dem Betreiber noch einige Gedanken wert sein. Ziemlich heikel scheint aber der Verdacht, dass es in den neuen Zügen, die im Gegensatz zu denen der Bahn AG kein Obergeschoss aufweisen, weniger Sitzplätze gibt, als bisher zur Verfügung standen. Dass es dafür durch den Halbstunden-​Takt doppelt so viele Verbindungen gibt, als in der Vergangenheit, vermag nur den zu trösten, dem es bei seiner Reise auf eine halbe Stunde nicht ankommt. Wer pünktlich an seinem Stuttgarter Schreibtisch sein muss, wird das anders sehen. Fakt ist, dass der Betriebsstart für Go-​Ahead auf ein glückliches Datum fällt: Durch die Pfingstferien hat das Unternehmen jetzt erst einmal zwei Wochen Zeit, bei deutlich reduzierter Pendlerzahl Routine in die Abläufe zu bekommen. Erst ab dem 24. Juni wird sich erweisen, ob alles klappt, wie versprochen.

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