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Bevor die Welle zusammenbricht: Stadt Aalen trifft Vorbereitungen

Foto: ts

Alle Schulen und Kindertagesstätten bleiben nun doch bereits am Montag geschlossen, eine Betreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen wird eingerichtet, das Rathaus schränkt den Publikumsverkehr massiv ein, die Kirche setzt die Gottesdienste aus: Die Stadt Aalen will alles dafür tun, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Montag, 16. März 2020
Eva-Marie Mihai
1 Minute 27 Sekunden Lesedauer

Die Verantwortlichen um OB Thilo Rentschler nennen eine Reihe an Maßnahmen am Sonntagmittag bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Denn: „Je mehr Menschen gleichzeitig in die Isolierung müssen, umso schneller rutscht unser Sytsem an die Grenzen seiner Belastbarkeit.“

Das Rathaus hat bereits am Sonntag begonnen zu handeln: Hohe, schwarz bespannte Gitter trennen den Bereich des Bürgeramts vom restlichen Rathaus ab, uniformierte Vertreter des Ordnungsamts stehen bereit. „Ab Montag um 10 Uhr gibt es für alle Bürgerdienste einen gesonderter Bereich“, erklärte der OB. Als Schutz für die Rathausmitarbeiter. Denn sollten zu viele Mitarbeiter gleichzeitig in häusliche Isolation müssen, weil sie sich angesteckt haben oder mit Infizierten Kontakt waren, wäre das Rathaus nicht mehr dienstfähig. Deshalb gilt ab Montag um 10 Uhr: Wer eine wichtige Dienstleistung in Anspruch nehmen muss, vereinbart telefonisch einen Termin und wird im Foyer zu einer Anlaufstelle des Bürgeramts geleitet. Rentschler: „Der übrige Teil des Rathauses ist nicht mehr zugänglich.“

„Jeder Tag, jede Stunde Vorlauf, die wir nutzen, hilft“, betonte Rentschler. Deutschland stehe noch vor der großen Welle, die über Ländern wie Italien und Österreich bereits zusammengeschlagen sei. „Wir sehen, was dort bei einer großen Zahl an Corona-​Ansteckungen passiert“, so der OB. „Das bereiten wir jetzt vor.“ Von Ausgangssperren wie in Österreich sei man noch ein ganzes Stück entfernt. Aber die Situation ändere sich täglich. „Bis vor wenigen Tagen haben wir noch Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen erlaubt. Über diese Phase sind wir längst hinweg“, so Rentschler. Immerhin sei er optimistisch, dass die Krankheitswelle die Region nicht so stark treffe wie etwa Österreich, wo überlegt werde, Gruppen ab fünf Personen zu verbieten. „Sie wird nicht aufzuhalten sein, nur zu verlangsamen, und vielleicht trifft sie uns nicht so stark. Denn wir haben mehr Zeit zur Vorbereitung.“

Lesen Sie den ganzen Text am 17. März in der Rems-​Zeitung.

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