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Bäckertüten sollen Betrügern das Handwerk legen

Foto: gbr

Beinahe 7,5 Millionen Euro Schaden erbeuteten Betrüger mit der Masche „Falscher Polizeibeamter“ in Baden-​Württemberg im Jahr 2019. Über eine Million Euro Schaden entstand allein beim Polizeipräsidium Aalen. Häufig werden ältere Menschen Opfer dieser Ganoven, die meistens per Telefon Kontakt aufnehmen.

Mittwoch, 23. September 2020
Gerold Bauer
1 Minute 20 Sekunden Lesedauer

Die Masche „Falscher Polizeibeamter“ kann unter anderem mit zu den Straftaten zum Nachteil älterer Menschen gezählt werden. Hierzu zählen im Allgemeinen die sogenannten Anrufstraften bei denen die Täter versuchen durch Tricks und Täuschungen an die Wertsachen und das Geld der Opfer zu gelangen. Beängstigend ist, dass in den vergangenen Jahren ein starker Anstieg der Häufigkeit sogenannter Anrufstraftaten verzeichnet werden musste.
Deshalb möchte das Polizeipräsidium Aalen mit der Präventionskampagne „Bäckertüten gegen Abzocke“ in den drei Landkreisen Ostalbkreis, Schwäbisch Hall und Rems-​Murr-​Kreis auf die Gefahren durch Telefonbetrug aufmerksam machen. Eine Million Bäckertüten mit Warnhinweisen und Präventionsbotschaften werden durch Bäckereien, die zur Bäckerei-​Innung gehören, nach und nach in den Handel gebracht. Durch die darauf abgedruckte Präventionsbotschaft, soll die Bevölkerung und insbesondere die älteren Menschen für die Gefahren der Anrufstraftaten sensibilisiert werden.
Startschuss ist am Freitag, 25. September – wobei an drei Veranstaltungsorten mit den Kooperationspartnern über die Kampagne informiert und mit der Ausgabe der Bäckertüten begonnen wird. Außerdem verteilen die Polizeibeamten der Prävention vor Ort kostenlos jeweils 300 Brezeln unter Einhaltung der Hygienerichtlinien. An den aufgebauten Informationsständen klären die Beamten nochmals über die Gefahren, die von den Telefonbetrügern ausgehen, auf und geben Verhaltenstipps. Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen.
Die Auftaktveranstaltungen mit Infoständen finden wie folgt statt: Aalen (Marktplatz vor dem Rathaus, von 9 bis 13 Uhr) Schorndorf (Marktplatz, von 9 bis 12.30 Uhr), Schwäbisch Hall (Froschgraben, von 12 bis 16 Uhr). Außerdem werden die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen am Donnerstag von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sein. Interessierte Bürger können sich auch dort gerne beraten lassen oder telefonisch einen Beratungstermin vereinbaren.

Eine kriminalpolizeiliche Beratungsstelle befindet sich in Schwäbisch Gmünd in der Waisenhausgasse 13 und ist telefonisch unter 0 71 71/​79 66 503 erreichbar.

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