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123.000 Testkits für freiwillige Testungen an Kitas

Foto: Tim Reckmann_​pixelio

Das Land Baden-​Württemberg und die Kommunalen Landesverbände haben sich für die Zeit ab dem 12. April auf die stufenweise Einführung einer regelmäßigen Testung der Kita– und Kindertagespflegekinder in Baden-​Württemberg geeinigt. Landrat Dr. Joachim Bläse hat sich hierzu am Dienstag mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Ostalbkreises abgestimmt. Der Kreis hat für die Kommunen 123.000 Testkits beschafft.

Dienstag, 13. April 2021
Nicole Beuther
1 Minute 57 Sekunden Lesedauer

In Schwäbisch Gmünd ging vor zweieinhalb Wochen das Modellprojekt der Testungen an Kitas im Ostalbkreis, nach Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, an den Start. Etwa 70 Prozent der rund 2500 Kinder in 54 Einrichtungen werden regelmäßig getestet, so konnten bereits in der ersten Woche der Testungen 15 positive Coronafälle bei Kindern verifiziert werden. Das Schwäbisch Gmünder Pilotprojekt war sehr erfolgreich, Landrat Dr. Joachim Bläse dankt der Stadt für den enormen Einsatz und die finanzielle Vorleistung.
„Durch den Pilotversuch der Stadt Schwäbisch Gmünd konnten wichtige Erkenntnisse, beispielweise zu Ablauf und Kommunikation bei den Testungen gewonnen werden, die nun im ganzen Kreis hilfreich sind“, so Bläse.

„Es freut mich sehr, dass alle 42 Städte und Gemeinden bei der freiwilligen Testung an Kitas mitmachen“, so der Landrat. Im Laufe dieser Woche werden die Kitas mit Testungen beginnen, der Ostalbkreis hat für die Kommunen 123 000 Testkits beschafft und wird diese an die Kommunen weiterreichen.
Die 123 000 Testskits sind für die Testungen der Kinder. Ziel ist die Durchführung von ein bis zwei Corona-​Schnelltests pro Woche für die betreuten Kinder. Vorrangig sollen Kinder zwischen drei und sechs Jahren getestet werden, die Kindergartenträger können aber selbständig das Angebot auf andere Altersgruppen ausweiten. Die Tests können individuell (in der Einrichtung oder zuhause) durchgeführt werden, dies entscheidet der jeweilige Träger.
Die 42 Städte und Gemeinden haben sich darauf verständigt, dass bei einem positiven Ergebnis eines Eigentests ohne Aufsicht, das Kind nicht in die Einrichtung kommen kann, sondern das Ergebnis mittels PCR-​Test überprüft werden muss. Für die Erzieherinnen und Erzieher, die sich zwei Mal pro Woche testen, werden die Testkits vom Land bereitgestellt.
Bereits am Montag hat der Ostalbkreis bekanntgegeben, dass ab Mittwoch, 14. April, eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr gilt.
Landrat Dr. Joachim Bläse appelliert hier nochmals an die Bürgerinnen und Bürger: „Halten Sie sich bitte an die vorgegebenen Maßnahmen und tragen Sie so aktiv zur Pandemiebekämpfung bei.“
Die Ausgangsbeschränkung sei ein erheblicher Eingriff in die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger. Bei der Entscheidungsfindung sei bewusst nicht nur die Inzidenz in den Blick genommen worden, sondern die gesamte Pandemie-​Lage im Landkreis: So spüren die Intensivstationen der Kliniken derzeit eine deutliche Steigerung bei der Zahl der Patienten, die zudem immer jünger werden.
Täglich werde das Pandemiegeschehen im Ostalbkreis beobachtet und neu bewertet. „Weitergehende Maßnahmen werden aktuell nicht ergriffen, könnten aber bei einer weiter drastischen Steigerung der Zahlen unumgänglich sein“, so teilt das Landratsamt mit.
Es sei eine weitere Kraftanstrengung Aller notwendig, um die Pandemie zu bekämpfen.

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