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Tigermücke breitet sich aus — was kann man tun?

Foto eines Weibchens der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus). Quelle: B.Pluskota (KABS)

Die asiatische Tigermücke, ein möglicher Überträger von tropischen Krankheitserregern wie dem Dengue– und Chikungunya-​Virus, breitet sich weiter in Baden-​Württemberg aus. Im Sommer 2020 wurde sie unter anderem im Rems-​Murr-​Kreis entdeckt. Nun tauchte sie im Landkreis Heilbronn auf. Was kann man tun?

Dienstag, 27. Juli 2021
Thorsten Vaas
1 Minute 49 Sekunden Lesedauer

„Ursprünglich stammt die Asiatische Tigermücke aus Südostasien. Sie breitet sich hauptsächlich durch internationalen Waren– und Personenverkehr aus“, erklärte Christiane Wagner-​Wiening, stellvertretende Leiterin des Referats Gesundheitsschutz und Epidemiologie beim Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-​Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart, in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums.
Neben Meldungen von Anwohnerinnen und Anwohnern, die sich durch die tagaktiven, aggressiven Plagegeister gestört fühlen, werden Vorkommen durch gezielte Untersuchungen im Rahmen von Forschungsprojekten erkannt. Hierbei werden Fallen in klimatisch für die Ansiedelung von Aedes albopictus geeigneten Regionen beziehungsweise an bereits bekannten Fundorten aufgestellt. In Teilen Baden-​Württembergs wird dieses Monitoring und auch die Bekämpfung aktiv durch die KABS (Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage) unterstützt.
„Das Übertragungsrisiko von exotischen Viren durch infizierte Reiserückkehrer ist aktuell noch sehr gering. Kann sich die Tigermücke jedoch ungestört ausbreiten, steigt das Risiko“, betonte Wagner-​Wiening. Begünstigt wird dies vor allem durch hohe Sommertemperaturen und milde Winter, die das Überwintern der Stechmückeneier ermöglichen.

Was kann man gegen die Tigermücketun?
Die Mücke brütet in kleinsten Wasseransammlungen wie offenen Regentonnen, Eimern, Gießkannen, Blumentöpfen, Wasserschalen. Diese sollten entweder entfernt beziehungsweise so gelagert werden, dass kein Wasser darin stehen bleibt. Regentonnen können mit einem Mückennetz geschützt werden. Bei Vogeltränken sollte das Wasser mindestens alle drei Tage gewechselt werden, um eine Brut zu vermeiden. Wichtig ist, dass das abgegossene Wasser nicht über einen Gulli (Straßenablauf) in die Kanalisation entsorgt wird, damit einer Ansiedlung in schwer erreichbaren Wasseransammlungen vorgebeugt wird.
Wenn Bürgerinnen und Bürger Stechmücken finden, bei denen der Verdacht besteht, dass es sich um die Asiatische Tigermücke handelt, können diese Funde den zuständigen Gesundheitsämtern gemeldet werden. Eine Übersicht ist beim Landesgesundheitsamt Baden-​Württemberg abrufbar.

Weitere Informationen zur Tigermücke
Erste größere Vorkommen der ursprünglich aus Südostasien stammenden asiatischen Tigermücke Aedes albopictus wurden in Baden-​Württemberg 2015 in Freiburg in einer Kleingartenanlage nachgewiesen. Asiatische Tigermücken sind sehr klein (3,5 bis 8 Millimeter) mit auffällig schwarz-​weiß gestreiften Beinen und einem weißen Streifen auf dem Kopf und Rücken. Tigermücken sind tagaktiv und sehr aggressiv. Sie können sich unter geeigneten Umweltbedingungen wie hohen sommerlichen Temperaturen und Vorkommen von kleinen wassergefüllten Brutstätten vermehren. Da asiatische Tigermücken potenziell auch virale Krankheiten übertragen können, sollte ihr Vorkommen überwacht und gegebenenfalls reguliert werden. In Baden-​Württemberg liegen in vielen Land– und Stadtkreisen klimatische Bedingungen vor, die für eine dauerhafte Ansiedelung der Tigermücke geeignet sind.

Weitere Informationen finden Sie auf der LGA-​Internetseite sowie auf der TIGER-​Plattform.

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