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Neue, unkomplizierte Maissorte auf Maisversuchsfeld in Eschach

Foto: gbr

Es gab eine Zeit, in der die im subtropischen Bereich beheimatete Pflanze auf der rauen und regenreichen Ostalb nur mit chemischer Unterstützung einen ordentlichen Ertrag brachte. Dies ist laut Landwirtschaftsamt nicht mehr so. Ein Beispiel zeigt das Maisversuchsfeld in Eschach.

Mittwoch, 31. August 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 5 Sekunden Lesedauer

Die Maispflanzen auf dem Versuchsfeld zwischen Eschach und Vellbach sind fast einen halben Meter höher als man das sonst so kennt. Und: Trotz der Hitze in diesem Jahr und der sehr langen Trockenperioden tragen die Pflanzen recht dicke Kolben. Wurde da vielleicht irgendwie chemisch getrickst – oder hat man beim Saatgut vielleicht im Gen-​Labor nachgeholfen?
Nichts von dem sei der Fall, versichert Tomma Bieling vom Geschäftsbereich Landwirtschaft des Ostalbkreises unisono mit ihrem Kollegen Valentin Ocker, der bei der Behörde als Experte für Pflanzenbau und Gewässerschutz die Bauern berät. Denn beides hängt zusammen. „Die Zeiten, in den der Mais nur mit massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln dem oft feuchten und in höheren Lagen auch relativ frischen Klima im Ostalbkreis standhielt, sind dank laut Landwirtschaftsamt dank moderner Sorten vorbei. „Die Belastung des Bodens durch Atrazin oder andere Mittel ist kein Thema. Wenn wir vom Schutz des Grundwassers reden, dann geht es heute um die Nitrabelastung.“
Landwirt Stadelmaier informierte darüber, dass dieses Versuchsfeld aufgrund der sehr hohen Preise für Kunstdünger hauptsächlich durch Gülle mit Nährstoffen versorgt wurde. Das Landwirtschaftsamt betonte, dass kein genmanipulierter Mais ausgesät wurde, sondern nur Sorten, die auf konventionelle Art gezüchtet wurden und mit Trockenheit klar kommen.

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