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Risiko Depression: „Stadtleben hinterlässt Spuren im Gehirn“

Collage & Illustration: Richard Múdry, Jana Gäng; Illustrationen: Adobe Stock/​Алексей Панков, Dedraw Studio

Stadtleben ist eng, laut und für einige einsam. Im Gespräch erklärt Professor Mazda Adli, warum Städter ein größeres Risiko haben, an Depression zu erkranken, kritisiert Bausünden in deutschen Innenstädten und lobt breite Bürgersteige.

Samstag, 01. April 2023
Benjamin Richter
57 Sekunden Lesedauer

Der Geist des Städters ist verwöhnt, hat er doch die Museen und Parks, die Theater und Bibliotheken, die Sportanlagen, die Cafés. Doch im Gewimmel des Großstadtlebens kann es auch einsam sein. Im Interview erklärt der Stressforscher Mazda Adli, wann Stadtleben krank macht und wie wir Städte bauen müssen, wenn immer mehr Menschen herziehen.

Herr Adli, Sie arbeiten daran, Berlin als emotionale Stadt zu kartieren. Inwiefern lösen Städte denn Emotionen aus?
Städte sind betriebsamer, enger, lauter, manchmal schmutziger. Das Leben in der Stadt beeinflusst unsere Psyche, unsere Emotionen und unser Verhalten. Stadtleben hinterlässt sogar Spuren im Gehirn. Bei Menschen, die in Städten aufgewachsen sind, sind emotionsverarbeitende Areale im Hirn kleiner. Ihr Gehirn reagiert auch anders auf Stress – die Stressantennen sind bei Stadtbewohnern empfindlicher ausgeprägt.
Je größer die Stadt, desto aktiver sind bestimmte stressverarbeitende Hirnareale. Uns interessiert, wann die empfindlichen Stressantennen zu Eintrittspforten für psychische Krankheiten werden, welche Faktoren in der Stadt gesundheitsrelevant sind.

Warum gerade in dicht besiedelten Gebieten die Einsamkeit zum Problem wird und ob das Krankheitsrisiko mit der zunehmenden Verstädterung wächst, lesen Sie auf der Wissen-​Seite der Rems-​Zeitung vom 1. April. Auch online ist die komplette Ausgabe erhältlich, im iKiosk.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 417 Tagen veröffentlicht.


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