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Nachrichten Essingen

Zentralklinik bei Essingen günstiger

Foto: tv

Der Klinik-​Neubau in Essingen könnte billiger sein als angenommen. Statt mehr als einer Milliarde Euro geht man nun von Kosten zwischen 600 und 650 Millionen Euro aus.

Freitag, 19. Januar 2024
Thorsten Vaas
1 Minute 21 Sekunden Lesedauer

Das bestätigte Landrat Joachim Bläse auf Nachfrage der Rems-​Zeitung. Zunächst rechnete man auf Grund eines Gutachtens der Endera-​Gruppe mit Kosten von mehr als einer Milliarde Euro für ein Zentralklinikum auf der grünen Wiese bei Essingen. Allerdings gingen die Managementberater dabei von einem Klinikum mit 900 Betten und einer Bauzeit von zwölf Jahren aus. Nun passten sie die Zahlen an die Vorgabe des Landratsamts an. Bei einer 610 Betten großen Klinik rechnet Endera mit Baukosten zwischen 600 und 650 Millionen Euro. Ganz fertig sei das Gutachten allerdings noch nicht, so Bläse. Wie man auf diese Zahl kommt, soll damit erst im Verwaltungsrat der Kliniken am 26. Februar vorgestellt werden. Spannend wird vor allen Dingen der Vergleich mit der Kombi-​Lösung, die die Aalener Stadtverwaltung ins Spiel gebracht hat.

Konkret geht es beim Vorschlag aus Aalen um einen schrittweisen Neu– und Umbau am Standort es heutigen Ostalb-​Klinikums. Das sei mit Baukosten von rund 500 Millionen Euro nicht nur günstiger, sondern könne in etwas mehr als fünf Jahren realisiert werden. Ein weiterer Vorteil: Die Kombi-​Lösung sei klimafreundlicher, weil Gebäude teilweise erhalten und weniger Flächen verbraucht würden. Allerdings wurde auch dieser Vorschlag mit einer Kapazität von 900 Betten kalkuliert. Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting hatte im Interview mit der Rems-​Zeitung bereits angekündigt, die Kombi-​Lösung ebenfalls anzupassen und mit rund 600 Betten zu berechnen.

Widerstand gegen die Kombi-​Lösung kommt vor allem aus dem Gmünder Raum und dem Rettungsdienst, unter anderem vom DRK. Es geht um Fahrtzeiten in die Klinik. „Wenn wir den Regionalversorger (Zentralklinikum, Anm. d. Red) nicht in einigermaßen vernünftiger Zeit erreichen können – und das ist am bisherigen Standort des jetzigen Ostalb-​Klinikums meines Erachtens so –, benötigen wir aus rettungsdienstlicher Sicht in Mutlangen eine Klinikstruktur mit vollausgestatteter Notaufnahme und allem, was eben dahinter sein muss“, sagt Rettungsdienstleiter Tobias Gerhardts vom DRK-​Kreisverband Schwäbisch Gmünd.

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